duisport setzt auf sichere KI-Nutzung mit NENNA.AI

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft werden im Duisburger Hafen künftig KI-Lösungen flächendeckend und abteilungsübergreifend eingesetzt (Foto: duisport)

Die Duisburger Hafen AG (duisport) hat eine strategische Partnerschaft mit dem Berliner Unternehmen NENNA.AI geschlossen, um den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Duisburger Hafen sicher und datenschutzkonform voranzutreiben. Ziel der Zusammenarbeit ist es, KI-Lösungen künftig flächendeckend und abteilungsübergreifend einzusetzen und damit die digitale Souveränität des Hafenbetreibers zu stärken. Gleichzeitig sollen Effizienz und Sicherheit logistischer Prozesse weiter erhöht werden.

„Als größter Binnenhafen der Welt steht duisport vor besonderen Anforderungen: Von Frachtpapieren über zollrelevante Dokumente bis zu Betriebsdaten der Hafeninfrastruktur verarbeitet das Unternehmen täglich hochsensible Daten“, so Felix Musolf, Abteilungsleiter Digitalization & AI bei duisport. KI biete dabei große Potenziale, die jedoch nur genutzt werden könnten, wenn Datenschutz, Compliance und Datensicherheit jederzeit gewährleistet seien.

duisport habe sich deshalb bewusst gegen eine Eigenentwicklung und gegen die Abhängigkeit von einem einzelnen KI-Modell entschieden. „Mit NENNA.AI setzen wir auf das Prinzip ,Souveränität statt Abhängigkeit‘“, so Musolf. Künftig verfolgt der Hafenbetreiber einen differenzierten Ansatz und kombiniert verschiedene KI-Produkte für unterschiedliche Nutzergruppen. Mit der Anwendung NENNA Chat sollen beispielsweise sensible Logistikdokumente wie Frachtpapiere und Verträge sicher analysiert und verarbeitet werden können. Mitarbeitende sollen dadurch Zugriff auf leistungsfähige KI-Modelle erhalten, ohne dass vertrauliche Informationen in externe KI-Systeme gelangen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der Automatisierung von Prozessen. Aktuell wird unter anderem die Integration von NENNA.AI in Zollprozesse erprobt. Ziel ist es, die Dokumentenverarbeitung zu beschleunigen und Abweichungen in Daten frühzeitig zu erkennen. „Unser Ziel ist dabei, die Zollabfertigung eines Zuges um ein Vielfaches zu beschleunigen“, so Musolf.

Die Kooperation soll zugleich als Beispiel für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Logistik dienen. „Der Duisburger Hafen ist nicht nur ein Umschlagplatz, sondern ein Treiber von Innovation und Nachhaltigkeit. Die sichere Nutzung von KI ist entscheidend, um unsere Effizienz zu steigern und gleichzeitig unseren hohen Compliance-Anforderungen gerecht zu werden“, sagt Musolf.

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