Die „Hummel“ soll im Mai ihren Betrieb im Hamburger Hafen aufnehmen

Erfolgreiche Erprobung der LNG-Hybrid-Barge „Hummel“

Die technische Erprobung der LNG-Hybrid-Barge „Hummel“ ist vor Kurzem erfolgreich abgeschlossen worden. Damit kann Becker Marine Systems die Inbetriebnahme der Barge im Hamburger Hafen ab Mai starten.

Der Betrieb aller fünf Generatorensätze der „Hummel“ erfolgte kürzlich im Rahmen der Klassenabnahme. In Zusammenarbeit mit Bureau Veritas wurden das Gesamtsystem der LNG-Hybrid-Barge getestet sowie verschieden große Lastaufschaltungen und Lastsprünge simuliert. Die Gesamtlastübernahme von 0 bis 7,5 Megawatt Leistung wurde dabei den Angaben zufolge weit unterhalb der mit der Klassifikationsgesellschaft abgestimmten Zeit von zwei Minuten erreicht. Die probeweise Stromerzeugung für einen Hamburger Großbetrieb hatte bereits im Dezember 2014 stattgefunden.
Die Erprobung der mit LNG betriebenen Gasmotoren im Hamburger Hafen stellte sowohl für die französische Klassifikationsgesellschaft Bureau Veritas als auch für die beteiligten Behörden ein Novum dar. „Das Gesamtsystem der LNG-Hybrid-Barge mit den Gasmotoren ist eine beeindruckende technische Leistung, die Erprobung war auch für die Klassifikation ein Meilenstein“, sagt Hans J. Gätjens, Vice President Marine bei Bureau Veritas und zuständig für die Region Zentraleuropa. „Der geplanten ersten Einspeisung von Strom der LNG-Hybrid-Barge an Kreuzfahrtschiffe im Laufe des Monats Mai steht somit nichts im Wege.“
Die Barge war Anfang September 2014 im slowakischen Komárno vom Stapel gelaufen und wurde nach erfolgter Überfahrt im Hamburger Hafen getauft. Die „Hummel“ funktioniert wie ein schwimmendes Kraftwerk und emittiert im Vergleich zu herkömmlichem Marinediesel mit 0,1 Prozent Schwefelanteil keine Schwefeloxide und keine Rußpartikel. Auch die Emission von Stickoxiden und der Ausstoß von Kohlendioxid verringern sich deutlich.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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