Erstes LNG-Terminal im Hamburger Hafen geplant

Im Hamburger Hafen ist ein erstes Flüssiggasterminal (LNG) zur Bebunkerung von Schiffen geplant. Hinter dem Projekt steht ein neues Joint Venture der Linde AG, München, und Bomin, einem Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG, Hamburg, das unter dem Namen Bomin Linde LNG GmbH & Co. KG firmiert.

Der geplante Terminal, dem eine Machbarkeitsstudie der Hamburg Port Authority (HPA) und der Linde Group vorausgegangen ist, ist das erste Projekt für das neue Unternehmen. Auf dem Gelände des im Hamburger Hafen gelegenen Terminals der Marquard & Bahls Tochter Oiltanking werden bereits Wege zur Umsetzung eines so genannten „small scale“-LNG-Terminals unter genehmigungsrechtlichen Gesichtspunkten geprüft. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch sagte zu dem geplanten Terminal: „Die Schifffahrt ist, gemessen an den Emissionen je Tonnenkilometer, sehr umweltfreundlich. Doch die Anforderungen an den Umweltschutz steigen auch hier. Grenzwerte für den Schwefelgehalt im Treibstoff werden weltweit sinken. Das Bomin-Linde-Joint Venture ist ein Glücksfall für unseren Hafen. Damit wird ein deutliches Zeichen gesetzt, dass wir es in Hamburg mit dem Thema Nachhaltigkeit ernst meinen.“
Erster Nutzer des neuen LNG-Terminals will nach Unternehmensangaben die HPA werden, die plant für das Jahr 2014 ein Peil- und Messboot mit LNG-Technologie in Betrieb zu nehmen.
„LNG ist die mit Abstand umweltfreundlichste und wirtschaftlich sinnvollste Variante, die neuen Schwefel- und Stickstoffemissionsgrenzen einzuhalten“, so der für Infrastrukturaufbau und Finanzen verantwortliche Geschäftsführer der Bomin Linde LNG GmbH & Co. KG, Mahinde Abeynaike. „Das Interesse an LNG im Markt ist sehr groß. Neben den technischen Vorzügen von LNG ist der zu erwartende steigende Preisunterschied zwischen teurem Öl und günstigerem Gas ein wichtiger Aspekt.“

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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