Güterumschlag „Color Fantasy“ am Norwegenkai

Erweiterungsarbeiten am Kieler Norwegenkai abgeschlossen

Die Arbeiten zur Erweiterung der Terminalbetriebsfläche am Kieler Norwegenkai sind abgeschlossen.

Den wachsenden Güterströmen von und nach Norwegen steht nun die dringend benötigte Vorstaufläche zur Verfügung. Die Erweiterung des Norwegenkais umfasst eine Fläche von 9250 m², die als Verkehrs-, Zwischenlager- und Stellfläche für Lkw, Trailer sowie Container dient.
Die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG hatte das nordöstlich an den Norwegenkai angrenzende Gewerbegebiet im Jahr 2008 erworben und Ende 2009 übernommen. Die im Frühjahr 2011 begonnenen Arbeiten zur Integration des Areals in den Norwegenkai umfassten den Abbruch des Alt-Gebäudebestandes, die Auffüllung von Flächen, deren Befestigung sowie die ISPS-Einzäunung und Beleuchtung des Areals. Zuzüglich des Grunderwerbes wurden für die Nordosterweiterung des Norwegenkais rund 1,2 Mio. Euro investiert.
Die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG betreibt den Kieler Handelshafen im öffentlichen Auftrag der Landeshauptstadt Kiel. In unmittelbarer Innenstadtlage verfügt Kiel über drei Terminalanlagen zur Abfertigung von Fähr- und Kreuzfahrtschiffen. Vom Norwegenkai verbinden die Fährschiffe der Color Line, die „Color Fantasy“ und die „Color Magic“, Kiel täglich mit der norwegischen Hauptstadt Oslo. Im vergangenen Jahr wurden am Norwegenkai rund 1,1 Mio. Passagiere und 0,8 Mio. t Güter abgefertigt. Zusätzlich zu den Passagier-Pkw wurden 35 000 Lkw sowie Trailer und mehrere zehntausend Im- und Exportfahrzeuge am Norwegenkai ver- bzw. entladen. Die Terminalanlage bietet für Güterverkehre einen direkten Gleisanschluss und verfügt über einen zweiten voll ausgerüsteten Schiffsliegeplatz mit hydraulischer RoRo-Rampe, der zur Abfertigung von Frachtfähren mit einer Länge von bis zu 200 m geeignet ist. Mit der Erweiterung der Betriebsfläche am Norwegenkai wurden Betreiberangaben zufolge auch die hafenseitigen Voraussetzungen zur Abfertigung einer zusätzlichen Frachtfähre geschaffen.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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