Größerer Zuwachs bei konventionellem Stückgut

Der Umschlag von konventionellem Stückgut im Rotterdamer Hafen verzeichnete im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr einen noch stärkeren Zuwachs.

Nach aktuellen Informationen belief sich der Zuwachs auf 21%; die Gesamtmenge kam somit auf 3,3 Mio. t. Es wurden 2,3 Mio. t eingeführt (+23%) und 1 Mio. t  ausgeführt (+17%).

Breakbulk umfasst die Ladungsarten Stahl, Nichteisenmetalle, Papier, Holz und Obst, auf Paletten bzw. in Rollen, Ballen, Säcken, Bigbags, Paketen und Bündeln transportiert. Diese Güter werden zunehmend in Containern befördert und sind relativ schwer.

Auch Projektladung, wie großvolumige und schwere Gegenstände wie Boote, Generatoren, Transformatoren, Schiffsmotoren, Windturbinen sowie Teile für Bohrinseln und Raffinerien, fällt in die Kategorie konventionelles oder sonstiges Stückgut.Das Gesamtgewicht der Projektladung ist relativ gering, aber es ist ein globaler Wachstumsmarkt, und die Abfertigung ist eine fachlich anspruchsvolle Tätigkeit für die Stauereien.

Für die Hafengesellschaft Rotterdam ist es eine interessante Güterkategorie, da sie in die Neuentwicklung des Waalhaven-Gebiets passt. Hier gibt es zum Beispiel viel Rangierraum für Schwimmkräne. Daneben erfolgt die Ein- und Ausfuhr großer Ladungsstücke häufig per Binnenschiff, wodurch das Straßennetz entlastet wird. Zudem verursacht der Umschlag für die umliegenden Wohnviertel kaum Geräuschbelästigungen. Ein Nachteil des Gebiets ist die geringe landseitige Platzkapazität. Deshalb ist die Strategie der Hafengesellschaft Rotterdam darauf ausgerichtet, sich spezialisierenden Unternehmen durch die Neueinrichtung mehr Möglichkeiten zu bieten. Dies geschieht zum Beispiel im Gebiet RDM-Ost (Heijplaat) und im südöstlichen Waalhaven-Abschnitt für und seitens RHB sowie Rhenus Logistics.

2009 belegte Rotterdam im konventionellen Segment in der Hamburg-Le Havre Range (die Häfen zwischen Hamburg und Le Havre), den dritten Platz mit sechs Millionen Tonnen, nach Antwerpen (10,4) und Bremen (6,5). Die Hafengesellschaft Rotterdam möchte diese Position verbessern, wobei der Umschlag von Stahl, Projektladung und Kühlprodukten den kommerziellen Schwerpunkt bildet. Im Hafen gibt es 21 Terminals, an denen ausschließlich oder in großem Umfang konventionelles Stückgut abgefertigt wird. Zusammen verfügen sie über 250 ha Gelände und fast 700 000 m² Hallenkapazität.

 

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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