Hafen Rostock rüstet sich für neue Fähren

Der Bau des neuen Fähranlegers am Liegeplatz 54 an der Ostseite von Pier 1 im Rostocker Überseehafen schreitet innerhalb des sehr engen und ehrgeizigen Zeitrahmens planmäßig voran. Bereits im Frühjahr 2012 sollen hier die neuen Scandlines-Fähren „Berlin“ und „Copenhagen“ im Zwei-Stunden-Takt an- und ablegen.

Die beiden neuen Fähren werden derzeit auf der Stralsunder P+S-Werft gebaut. Sie sollen im Vergleich zu den heute eingesetzten Schiffen die doppelte Frachtkapazität haben (1600 Lademeter für 460 Pkw oder 90 Lkw) und die 1,5fache Passagierkapazität (1500 Passagiere). Um die neuen Fähren wie bisher in der sehr kurzen Hafenliegezeit von nur 15 Minuten abfertigen zu können, wird derzeit im Seehafen Rostock am Liegeplatz 54 ein Kaivorbau mit Doppeldeckrampe errichtet.

Auf 220 m Länge entsteht der Liegeplatz 54 für die 169,50 m langen und 25,40 m breiten Schiffsneubauten. Im Zuge der Wasserbauarbeiten wurden insgesamt 143 Rammrohre mit einem Gesamtgewicht von über 1300 t zur Tiefgründung der Anlegerkonstruktionen in die Wasserflächen und Kaibereiche eingebracht. In einer Tiefe von etwa 12 m wird die vorhandene Gewässersohle auf einer Fläche von 11000 qm mittels Wasserbausteinen gegen Erosion durch den Schiffsverkehr zusätzlich gesichert. Die neuen heckseitigen Verladerampen, eine Hauptdeckbrücke und zwei Oberdeckbrücken mit einem Gesamtgewicht von 850 t, werden im Wesentlichen durch ein Brückenportal gehalten, das die Konstruktion in 17 m Höhe über dem Wasserspiegel überspannt.

Die Umbaumaßnahmen in Rostock sind Bestandteil der von der Europäischen Union geförderten „Motorways of the Sea“ (Meeresautobahnen) und werden von der EU finanziell unterstützt.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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