v.l.: Stefan Kunze, Wolfgang Hurtienne, Claudia Roller und Staatsrat Wolfgang Schmidt beim Hafenabend in Berlin (Foto: HHM)

Hafenwirtschaft setzt für schnellere Umsetzung von Infrastrukturprojekten ein

Die Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) hat kürzlich einen Hafenabend in der Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund in Berlin organisiert. Mehr als 130 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Verbänden nutzen diese Veranstaltung zum Meinungsaustausch.

Die Perspektiven für eine auf Wachstum ausgerichtete Hafenentwicklung des Hamburger Hafens und die Modernisierung sowie der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die für reibungslose Vor- und Nachlauftransporte von größter Bedeutung ist, waren Thema des Hafenabends in Berlin.
Staatsrat Wolfgang Schmidt betonte in seinen Grußworten die Wichtigkeit des Hamburger Hafens, nicht nur für die Metropolregion, sondern für den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland und insbesondere für Zentral- und Südosteuropa. Auch dem Bundesverwaltungsgericht sei die nationale und internationale Bedeutung des größten Seehafens Deutschlands bewusst, daher hofft Schmidt auf einen schnellen Entscheid in Sachen Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe.

Claudia Roller, Vorstandsvorsitzende von Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM), zeigte sich auf dem Hafenabend sehr besorgt darüber, dass durch Klagen seitens der Umwelt- und Naturschutzverbände dringend notwendige Infrastrukturprojekte, wie z.B. die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe, nicht zeitnah realisiert werden. „Diese Verzögerungen gefährden die Entwicklung unserer Außenwirtschaft und betreffen auch viele der mehr als 360 000 Arbeitsplätze in der Logistik in der Metropolregion Hamburg. Neben einer nicht ausreichenden Finanzierung unserer Infrastruktur ist eine Beschleunigung bei der Planung und Umsetzung von Infrastrukturprojekten dringend erforderlich. Als Hafen Hamburg Marketing setzen wir uns für die Ertüchtigung des Nord-Ost-Seekanals, die Y-Trasse, den Ausbau der Elbe aufwärts ab Geesthacht, einem neuen Abstiegsbauwerk in Scharnebeck, den Weiterbau der A20 mit der Elbquerung bei Glückstadt und die für den Hamburger Hafen wichtige Hafenquerspange ein“, sagte Roller.
Anschließend informierte Wolfgang Hurtienne, Mitglied der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority, die Teilnehmer über Ausbauprojekte im Hamburger Hafen, die kürzlich im Hafenentwicklungsplan (HEP) vorgestellt worden. Der HEP legt den Angaben zufolge die strategische Basis zum Ausbau des Hafens, um den Hamburger Hafen in enger Abstimmung zwischen dem Hamburger Senat und der HPA weiterhin an der Spitze der erfolgreichsten Häfen weltweit zu halten und seine Wettbewerbsposition weiter zu verbessern. Dabei stehen besonders die Leitlinien Wertschöpfung, Umschlag, Qualität und Umwelt im Vordergrund. So werden unter anderem bestehende Terminals erweitert und umstrukturiert, Brücken, Straßen und Schienen zur Verbesserung des Verkehrsflusses modernisiert und neue vernetzende Datenkommunikationssysteme für eine hocheffiziente Verkehrsabwicklung eingeführt.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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