Hapag-Lloyd erwirbt 25 Prozent an Maasvlakte II

Mit der Beteiligung an Maasvlakte II will sich Hapag-Lloyd langfristig automatisierte Terminalkapazitäten sichern und seine weltweite Präsenz im Terminalgeschäft stärken (Foto: Hapag-Lloyd)

 

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat mit dem niederländischen Hafenbetreiber APM Terminals eine Vereinbarung über den Erwerb einer 25-prozentigen Beteiligung an Maasvlakte II B.V. unterzeichnet. Als Partner wollen die beiden Unternehmen die weitere Entwicklung, den Kapazitätsausbau und die operative Leistungsfähigkeit des Terminals im Rotterdamer Hafen vorantreiben. Die Investition soll zugleich die Bedeutung von Maasvlakte II als wichtiges europäisches Drehkreuz der Gemini Cooperation von Hapag-Lloyd und A.P. Moeller – Maersk unterstreichen.

Mit der Beteiligung will sich Hapag-Lloyd langfristig automatisierte Terminalkapazitäten sichern und seine weltweite Präsenz im Terminalgeschäft stärken. Die Aktivitäten sind unter der Marke Hanseatic Global Terminals (HGT) gebündelt. APM Terminals behält die operative Verantwortung für Maasvlakte II.

„Mit der geplanten Investition in Rotterdam werden wir die Effizienz und Zuverlässigkeit unseres Netzwerks weiter steigern. Das Terminal ist ein wichtiges Element der Gemini Cooperation und passt sehr gut zu unserer Strategie, unser Terminalportfolio in Kernmärkten weiter auszubauen“, so Dheeraj Bhatia, CTIO der Hapag-Lloyd AG und CEO von Hanseatic Global Terminals.

Maasvlakte II ist seit 2015 in Betrieb und wird derzeit umfassend erweitert. Vorgesehen sind unter anderem zusätzliche 1000 m Tiefwasserkaimauer, wodurch sich deren Gesamtlänge auf 2000 m erhöht. Hinzu kommen zusätzliche Stellplatzkapazitäten und vier weitere Bahngleise. Außerdem sollen Automated Terminal Tractors (ATTs) und weiteres automatisiertes Equipment zum Einsatz kommen.

Nach Abschluss der Erweiterung soll die jährliche Umschlagkapazität des Terminals auf bis zu 5,4 Mio. TEU steigen. Damit soll Maasvlakte II künftig größere Ladungsmengen bewältigen und seine Funktion als europäisches Gateway weiter stärken. Für Hapag-Lloyd ist das Terminal insbesondere mit Blick auf die Gemini Cooperation von strategischer Bedeutung.

APM-Terminals-CEO Keith Svendsen bezeichnet die Beteiligung als „starkes Vertrauensvotum“ für den Standort und verwies auf die gemeinsame langfristige Entwicklung des Terminals. Ziel sei es, Sicherheit, Qualität, Lieferleistung und Kosten weiter zu verbessern und zugleich die Tiefsee-Liegeplätze sowie die TEU-Kapazität auszubauen.

Finanzielle Einzelheiten der Transaktion haben die Unternehmen nicht offengelegt. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden und Regulierungsstellen.

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