Designstudie des HyperPort-Konzepts: in einer geschlossenen Betriebsumgebung sollen die Container über weite Entfernungen sicher und effizient ins Hinterland transportiert werden können (Quelle: HHLA/Mormedi)

Hyperloop-Konzept für den Containertransport

Das US-amerikanische Forschungs- und Entwicklungsunternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HyperloopTT) und die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren ihr technisches Konzept für den Containertransport im Hinterlandverkehr weiterentwickelt. Mit einem Virtual-Reality-Demonstrator wollen die beiden Unternehmen modellhaft zeigen, wie die Hyperloop-Technologie eingesetzt werden kann, um die Kapazität und Effizienz von Containerterminals zu erhöhen und Umwelteinflüsse sowie Staus in Häfen weltweit zu verringern. Der Demonstrator soll erstmals auf dem vom 11. bis 15. Oktober 2021 in Hamburg stattfindenden ITS-Kongress, der weltweit größten Mobilitätsmesse, präsentiert werden.

Bei dem nach aktuellen Industriestandards entwickelten HyperPort-Konzept handelt es sich um eine Plug-and-Play-Lösung für Hafenbetreiber. Es bietet die Möglichkeit, containerisierte Güter mit hoher Geschwindigkeit über Hunderte von Kilometern zu transportieren. Das System kann Unternehmensangaben zufolge bis zu 2800 Container pro Tag in einer geschlossenen Betriebsumgebung bewegen. Dabei bieten die einzelnen HyperPort-Transportkapseln Platz für zwei 20-Fuß-Standard- bzw. einen 40- oder 45-Fuß-Container sowie High-Cube-Container. Die Transportkapseln wurden von dem spanischen Industriedesigner Mormedi entworfen. Die Technologie, die in Zusammenarbeit mit dem spanischen Ingenieurbüro CT Ingenieros entwickelt wurde, hat laut HyperloopTT bereits Konstruktionsreife erreicht. Derzeit werden die HyperPort-Kapseln, die Infrastruktur und die Systemkomponenten weiter optimiert, so das Unternehmen.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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