(V.l.) Holger Banik (Geschäftsführer NPorts), Dr. Bernd Althusmann (Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und Aufsichtsratsvorsitzender NPorts) und Knut Kokkelink (Niederlassungsleiter NPorts Stade und Cuxhaven) mit den Antragsunterlagen für den geplanten LNG-Terminal  (Foto: NPorts/Andreas Burmann)

NPorts stellt Genehmigungsantrag für LNG-Terminal Stade

Die Hafeninfrastrukturgesellschaft Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) hat beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz den Antrag auf einen Planfeststellungsbeschluss für den geplanten LNG-Terminal im Hafen Stade-Bützfleth eingereicht. Gegenstand der Planungsunterlagen ist ein Schiffsliegeplatz mit einer Länge von rund 660 m für Gastanker südlich des bestehenden Hafens an der Elbe sowie die Erweiterung des Südhafens um zwei weitere Liegeplätze. Tankanlagen für die Gasspeicherung und eine Regasifizierungsanlage sind ebenso Teil des Verfahrens wie die Umschlaganlagen auf den Löschköpfen, Rohrleitungen und eine Tankwagen-Verladestation.

„LNG haben wir stets als Brückentechnologie für eine klimafreundliche Energiewende betrachtet. Heute macht es sich bezahlt, dass wir frühzeitig in die Planungen für Stade eingestiegen sind“, sagt Holger Banik, Geschäftsführer NPorts sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG.
Nach Informationen von NPorts haben die Vorarbeiten bis zur Antragstellung zwei Jahre in Anspruch genommen. Für die Vorbereitung wurden erforderliche Gutachten wie Tragwerksuntersuchungen, Schiffssimulationen und Sicherheitsanalysen, eine Umweltverträglichkeitsstudie, ein fischereibiologisches und zoologisches Gutachten sowie Untersuchungen zu Lärm- und Staubimmissionen durchgeführt.
Sobald der Planfeststellungsbeschluss erfolgt ist, soll umgehend die Ausschreibung mit Baubeginn nach sechs Monaten erfolgen. Für die Realisierung veranschlagt NPorts eine Bauzeit von 24 Monaten.

„Niedersachsens Häfen spielen für die künftige Energieversorgung Deutschlands eine zentrale Rolle. Für den enormen Energiebedarf unserer Volkswirtschaft brauchen wir die zwei Standorte Stade und Wilhelmshaven, die uns ein weiteres Stück Unabhängigkeit von russischen Gaslieferungen verschaffen werden. In der jetzigen Lage ist der wesentliche Faktor die Zeit. […] Von den niedersächsischen Häfen geht ein klares Signal aus, die LNG-Infrastruktur zügig und zukunftsfest aufzubauen“, erklärt Niedersachsens Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzender von NPorts, Dr. Bernd Althusmann.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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