Positive Umschlagentwicklung im Hamburger Hafen

Der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen hat sich im ersten Halbjahr 2021 insgesamt positiv entwickelt und erreichte mit 63,5 Mio. t ein Plus von 3,8 Prozent zum Vorjahr. Das teilte der Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) im Rahmen einer kürzlich abgehaltenen Online-Pressekonferenz mit. Demnach brachten nach einem verhaltenen Jahresstart der März und das zweite Quartal einen deutlichen Schub für den Containerumschlag, der mit 4,3 Mio. TEU ein Plus von 5,5 Prozent verzeichnete. Mit insgesamt 19,3 Mio. t verzeichnete auch der Umschlag von Massengut ein Plus von 3,3 Prozent.

Einen positiven Effekt auf die Umschlagentwicklung hatte laut Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority (HPA), zudem die erste Stufe der Fahrrinnenanpassung in der Elbe: „Auch für die besonders großen Containerschiffe der Megamax-Klasse, die über 18 000 bis 24 000 TEU Stellplatzkapazität verfügen, ist der Hamburger Hafen jetzt leichter erreichbar. Allein im ersten Halbjahr kamen 107 dieser Megamax-Containerschiffe nach Hamburg. Das ist ein Plus von 24,4 Prozent und macht deutlich, dass die Fahrrinnenanpassung für Hafen, Schifffahrt und die Wirtschaft ein Erfolgsprojekt ist.“

Prof. Dr.-Ing. Knut Alicke, Partner bei McKinsey & Company, machte abschließend deutlich, wie anfällig die globalen Lieferketten geworden sind. Nach seiner Aussage betrifft dies nicht nur die wochenlangen Verspätungen vieler Schiffe, sondern auch die digitale Sicherheit und nicht zuletzt strukturelle Vorkommnisse wie Klimawandel oder Krisensituationen in einzelnen Staaten. Viele Unternehmen haben nach seiner Aussage seit März 2020 reagiert und das eigene Supply-Chain-Risk-Management intensiviert. Nur mit solch einer notwendigen Resilienz in den Unternehmen könnten globale Lieferströme im Fluss gehalten werden.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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