Die neue Anlage am Kieler Ostseekai liefert bis zu 16 MW und kann zwei Schiffe parallel mit Landstrom versorgen (Foto: Port of Kiel)

 

Start für Landstromanlage im Kieler Hafen

Kreuzfahrtschiffe am Kieler Ostseekai und die Fährschiffe am Schwedenkai können ab sofort parallel mit Landstrom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt werden. Die von Siemens entwickelte Siharbor-Anlage liefert bis zu 16 Megawatt Leistung. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 13,5 Millionen Euro. Neun Millionen davon übernahm das Land Schleswig-Holstein.

Pro Jahr sollen mit der Landstromanlage rund 5000 t Kohlendioxid im Fährverkehr eingespart werden. Für jedes angeschlossene Kreuzfahrtschiff verringert sich der CO2-Ausstoß um weitere 45 t. Bereits seit 2019 können die Fähren am Norwegenkai ebenfalls mit Landstrom versorgt werden, was einer CO2-Reduzierung von rund 3000 t pro Jahr entspricht.

Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer: „Alle innerstädtischen Terminalanlagen verfügen nunmehr über einen Landstromanschluss. Wir decken so bereits den überwiegenden Teil des Energiebedarfs, der im Innenstadtbereich liegenden Schiffe, emissionsfrei und klimaneutral. Diesen Weg wollen wir konsequent weiter gehen und planen schon eine weitere Landstromanlage für den Ostuferhafen.“

Laut Siemens synchronisiert das System die unterschiedlichen Netzfrequenzen an Bord und an Land automatisch, und erstmals sei so auch die Parallelversorgung zweier Schiffe mit unterschiedlicher Leistungsabnahme möglich. Die Installation für die Übergabe der Starkstromkabel lieferte Stemmann-Technik (Wabtec Corporation). Das System ist auf dem Terminalgelände flexibel einsetzbar und für Kreuzfahrtschiffe unterschiedlicher Größe geeignet.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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