Deutschland erhält Lizenz zur Exploration von polymetallischen Sulfiden

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mitteilt, hat der Rat der Internationalen Meeresbodenbehörde auf seiner diesjährigen Jahrestagung in Kingston, Jamaika, den Antrag Deutschlands auf eine Lizenz zur Exploration polymetallischer Sulfide am Meeresboden des Indischen Ozeans gebilligt.

Die Entscheidung der Internationalen Meeresbehörde ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Erkundung von marinen mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee, so das BMWi. Damit ist der Grundstein gelegt, dass die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die Explorationslizenz beantragt hat, in einem Gebiet südöstlich von Madagaskar gezielt Lagerstätten polymetallischer Sulfide am Tiefseeboden erkunden kann.
Die Lizenz dient der Erkundung polymetallischer Sulfide am Meeresboden (in Wassertiefen von 2500 bis 4000 m). Polymetallische Sulfide enthalten neben hohen Buntmetallgehalten (Kupfer, Blei, Zink) auch Edel- und Spurenmetalle, darunter auch sogenannte Hochtechnologiemetalle. Die Lizenz hat eine Laufzeit von 15 Jahren und kann anschließend in eine Abbaulizenz münden. Sie tritt neben eine bestehende Lizenz zur Erkundung von polymetallischen Knollen im Pazifik.

Offshore
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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