Forschungsprogramm Schallminderung in Kooperation mit acht Erbauern deutscher Offshore-Windparks

Folgende Unternehmen sind an diesem Projekt beteiligt: Bard Engineering, DONG Energy, EnBW Erneuerbare Energien, E.ON Climate Renewables, EWE Energie, RWE Innogy, Stadtwerke München (SWM) und Vattenfall. Die Federführung übernimmt RWE OLC, die Offshorelogistiktochter von RWE Innogy. Das Programm ist auf acht Monate angelegt. Die Kosten betragen RWE Innogy-angaben zufolge rund 3,9 Mio. Euro und sollen von den Kooperationspartnern zu gleichen Teilen getragen werden. Ein Förderantrag beim Bundesministerium für Umwelt wurde ebenfalls gestellt.

Der Offshore-Feldversuch soll in der Ostsee, nahe Travemünde, durchgeführt werden. Es ist geplant, insgesamt fünf unterschiedliche Verfahren zu testen, die die Ausbreitung des Schalls unter Wasser mindern sollen. Die Tests sollen nach einer rund viermonatigen Vorbereitungsphase voraussichtlich bereits im August dieses Jahres stattfinden. Es ist geplant, sie allesamt unter gleichen Bedingungen am „Brodtener Pfahl“ vorzunehmen. Damit wird die Vergleichbarkeit der Messreihen und Testergebnisse gewährleistet. In einem ersten Schritt wird das Institut für Technische und Angewandte Physik (ITAP) in Oldenburg ein geeignetes Schall-Messkonzept in Abstimmung mit dem Bundesamt fur Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), der Genehmigungsbehörde für Offshore-Windparks, erarbeiten.

Eine Besonderheit dieses Projektes ist die Einbeziehung möglichst vieler Planer und Betreiber deutscher Offshore-Windparks, um den Nutzen der gesamten deutschen Offshore-Industrie zugänglich zu machen. Nach Auswertung der Messergebnisse werden die Kooperationspartner ihren Abschlussbericht einschließlich Empfehlungen für einzelne Technologien sämtlichen Projektpartnern zur Verfügung stellen. Hierzu gehören auch die Genehmigungsbehörden und die Hersteller von Schallminderungsystemen. In verschiedenen Workshops sollen die Ergebnisse erörtert und das weitere Vorgehen diskutiert werden.

Insgesamt acht Errichter und Betreiber deutscher Offshore-Windparks haben unter dem Dach der „Stiftung Offshore Windenergie“ eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel geschlossen, verschiedene Methoden zur Schallminderung beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen auf ihre Wirksamkeit hin zu erforschen und weiterzuentwickeln.

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