Genehmigung für Offshore-Windpark „Kaikas“

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat den Offshore-Windpark „Kaikas“ in der Nordsee genehmigt.

Auf einer Fläche von rund 65 km2 sollen 83 Windenergieanlagen (WEA) errichtet werden, die in einer Wassertiefe zwischen 39 und 41 m stehen. Der neue Windpark entsteht nordwestlich der bereits genehmigten Windparkvorhaben „Albatros“ (Genehmigung 2011), „Global Tech I“ (Genehmigung 2006) und „EnBW Hohe See“ (Genehmigung 2006).
Der Windpark „Kaikas“ entsteht in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee im zentralen Bereich der Deutschen Bucht, rund 120 km nördlich der Insel Borkum und 115 km von der Insel Helgoland entfernt. Nach der Genehmigung ist der späteste Baubeginn für den 31. Dezember 2019 festgelegt.
Der Genehmigung liegen laut BSH umfangreiche Bewertungen möglicher Umweltauswirkungen zugrunde. Sie beinhalten u.a. Auswirkungen auf die Vegetation, auf die Tierwelt sowohl im Wasser als auch in der Luft oder auf das Klima. Zum Schutz der marinen Säuger wurden insbesondere strenge Auflagen zum Schallschutz beim Rammen der Anlagenfundamente erlassen.
Die Fläche des genehmigten Vorhabens lässt sich gut in den Raumordnungsplan für die deutsche AWZ der Nordsee integrieren. Ferner fügt sich die Fläche auch in den „Stromnetzplan“ des BSH (Bundesfachplan Offshore für die deutsche AWZ der Nordsee 2012) ein und berücksichtigt dessen Festlegungen.
Seit 2001 hat das BSH nunmehr insgesamt 30 Offshore-Windparks in der deutschen AWZ der Nord- und Ostsee mit insgesamt 2164 Windenergieanlagen genehmigt. Weitere 98 Windparkvorhaben mit insgesamt 7371 WEA sind beim BSH beantragt und befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Ein Projekt, alpha ventus, ist fertig und im Probebetrieb, weitere sechs Windparkvorhaben und vier Konverterplattformen bzw. Kabelanbindungen sind derzeit im Bau. 62 Anlagen speisen Strom ein, so das BSH.

Offshore
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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