Offshore Terminal Bremerhaven

Der Offshore Terminal Bremerhaven soll in ein logistisches Gesamtkonzept eingebettet werden

Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat mit seinen Beschlüssen über die Planung und den Bau einer Schwerlast-, Montage- und Umschlagsanlage für die Offshore-Windenergieindustrie im vergangenen Jahr die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um die überaus erfolgreiche Entwicklung dieser Branche fortzusetzen. Im Zuge der Vorbereitungen für die planrechtliche Genehmigung des Gesamtvorhabens hat der Senator für Wirtschaft und Häfen die PROGNOS AG mit einer Studie beauftragt, die die Bedarfe für einen sog. Offshore-Terminal in Bremerhaven sowie dessen Marktchancen detailliert analysiert. Darüber hinaus wurde in der Studie eine Konkurrenzanalyse unter Einbeziehung der wesentlichen Hafenstandorte im Nordseeraum vorgenommen, die bereits heute auch im Offshore-Bereich tätig sind oder dies planen. Ferner werden in dem Papier die regionalwirtschaftlichen Wirkungen analysiert, die von dem Vorhaben zu erwarten sind und den notwendigen öffentlichen Ausgaben für den weiteren Ausbau des Offshore-Standortes Bremerhaven rechnerisch gegenübergestellt.

Die Freie Hansestadt Bremen beabsichtigt, den Offshore-Terminal mit Hilfe von privaten Investoren zu entwickeln. Unbedingte Voraussetzung hierfür ist ein ausreichendes Marktpotenzial für die Anlage. Im Rahmen ihrer Untersuchung kommt die PROGNOS AG zu dem Ergebnis, dass auf Basis der Energieszenarien der Bundesregierung und den Planungen der anderen Nordseeanrainerstaaten eine dauerhafte mindestens ausreichende Nachfrage nach Offshore-Windenergieanlagen und damit zusammenhängende Umschlagspotenziale für einen Offshore-Terminal in Bremerhaven gegeben sind. Im Detail zeigt die Untersuchung, dass das planerisch angestrebte Umschlagsziel von bis zu 160 "Vollanlagen" pro Jahr schon allein innerhalb eines Versorgungsradius von 200 Seemeilen erreicht wird.

Mit dem Bau der Schwerlast-, Montage- und Umschlagsanlage soll Bremerhaven angaben der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH zu einem führenden Zentrum der europäischen Windenergieanlagen-Produktion und -Logistik weiterentwickelt werden. Der Offshore-Terminal mit einer 500 m langen Kaje und etwa 25 ha Arbeitsfläche wird am Weserufer vor dem Fischereihafen der Seestadt entstehen. Die Finanzierung des Projekts soll von einem privaten Investor übernommen werden. Damit betritt die Freie Hansestadt Bremen Neuland bei der Planung und Umsetzung wichtiger maritimer Hafeninfrastrukturvorhaben.

Der Senator für Wirtschaft und Häfen hat inzwischen die Suche nach Investor und Betreiber eingeleitet und bereitet dafür aktuell die europaweite Ausschreibung des Projekts vor. Die Vergabe soll Ende März 2012 beendet sein.

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