Laut der Studie sind 60 GW installierbare Offshore-Leistung in Deutschland möglich  (Foto: Stiftung Offshore-Windenergie, DOTI/Matthias Ibeler)

Potenzial der Offshore-Windenergie

Die Stiftung Offshore-Windenergie und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz haben eine Bedarfs- und Potenzialanalyse zur Erzeugung von Grünem Wasserstoff durch Offshore-Windkraftanlagen in Deutschland veröffentlicht. Demnach sind über 60 GW installierbare Offshore-Leistung auf See möglich.

Der Studie zufolge könnten durch den konsequenten Ausbau der Windenergie jährlich über 1,2 Mio. t „grüner Wasserstoff“ (bis zu 44,2 TWh) produziert werden, sofern die Windenergieleistung, die über den gesetzlich verankerten 40 GW liegt (Windenergie-auf-See-Gesetz), zur Wasserstofferzeugung genutzt würde. Bislang sieht die Nationale Wasserstoffstrategie bis 2035/40 ein Produktionsziel von lediglich 28 TWh vor.

Durch den Ausbau der Windenergie kann nach Aussage von Karina Würtz, Geschäftsführerin der Stiftung Offshore-Windenergie, ein substanzieller Beitrag zur Erreichung der Ziele bis 2040 geleistet werden. Dafür brauche es jedoch eine verbindliche Zielsetzung, eine ausreichende Ausweisung von Meeresflächen und eine Gleichzeitigkeit von Umsetzungsmaßnahmen.

Auch Niedersachsens Umwelt- und Energieminister, Olaf Lies, sieht die herausragende Rolle von Offshore-Windenergie für die Erreichung der Klimaziele bestätigt: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, diese neue Form der klimafreundlichen Stromerzeugung weiter auszubauen. […] Gleichzeitig läuft uns angesichts der bisher installierten Leistung von nur rund 7,5 GW die Zeit davon. […] Ohne Offshore-Ausbau werden wir weder Klimaneutralität noch die dafür nötigen Strom- und Wasserstoffmengen erreichen können.“

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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