Siemens wird zehn Turbinen mit einer Leistung von je 4 MW für den „Tahkoluoto“-Windpark liefern

Siemens liefert erstmals Windturbinen an finnischen Offshore-Windpark

Siemens hat den ersten kommerziellen Auftrag im Bereich Offshore-Windenergie aus Finnland erhalten.

Dieser umfasst die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von zehn Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 4 MW und einem Rotordurchmesser von 130 m. Auftraggeber für das Projekt „Tahkoluoto“ in der Ostsee ist der Windstromproduzent Suomen Hyötytuuli Oy mit Sitz in Pori. Die Installation soll im Sommer 2017 beginnen; die Inbetriebnahme ist für Herbst 2017 vorgesehen. Die Gesamtleistung des Windparks wird sich auf 40 MW belaufen. Der Siemens wird außerdem den Service der Windturbinen übernehmen.
Der „Tahkoluoto“-Windpark befindet sich in Wassertiefen zwischen acht und 15 m etwa 0,5 bis 3 km von der Küste entfernt. Die Windturbinen werden auf speziell angefertigten Gewichtsfundamenten aus Stahl montiert. Diese sogenannten Schwergewichtsgründungen sollen hohen Eis-Belastungen wie etwa Packeis standhalten. Die finnische Regierung beteiligt sich mit 20 Mio. Euro an dem Demonstrationsprojekt für Standorte mit Eisbildung.
„Mit diesem Auftrag hat Siemens einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Projekt ist nicht nur das erste Offshore-Windkraftwerk in Finnland, sondern wird von der finnischen Regierung auch genutzt um zu zeigen, dass Offshore-Windenergie in dieser Region möglich ist", sagte Michael Hannibal, CEO Offshore der Siemens Wind Power and Renewables Division. „Dieses Projekt findet große Beachtung im gesamten Baltikum und bedeutet für Siemens den Einstieg in die aufstrebenden Offshore-Märkte dieser Region."
Bereits im Jahr 2010 lieferte Siemens eine 2,3 MW-Windturbine im Rahmen des Pori-Pilotprojektes an Suomen Hyötytuuli Oy. Die zehn Windturbinen des Tahkoluoto Windpark werden um die bestehende Pori-Anlage gebaut. Bislang hat Siemens weltweit mehr als 5,8 GW an Offshore-Windleistung installiert und davon allein im vergangenen Geschäftsjahr zwei GW in Betrieb genommen.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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