Studie: Ausbau der Offshore-Windenergie birgt großes Potenzial für die Schiffbaubranche

Ein weiterer Ausbau der Offshore-Windenergie birgt erhebliches Potenzial für die deutsche Schiffbauindustrie. Durch eine Fokussierung auf den Bau von Spezialschiffen und komplexen Konstruktionen, die für die Errichtung von Windanlagen benötigt werden, könnte die Schiffbaubranche demnach bis 2020 bis zu 18 Mrd. Euro Umsatz erzielen. Bei Ausschöpfung dieses Potenzials ließen sich bis zu 6000 Arbeitsplätze auf deutschen Werften sichern. Voraussetzungen dafür sind eine günstige Entwicklung der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen und eine Fortsetzung der strategische Neuausrichtung innerhalb der Branche. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Kooperation mit dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V.. und unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Verband Deutscher Reeder e.V. sowie der Stiftung Offshore Windenergie.

Als Ansatzpunkte für ein verstärktes Engagement in der Offshore-Windindustrie bietet sich für deutsche Werften der Bau von Spezialschiffen an (Errichter-, Kabelleger- und Reparaturschiffe sowie Crew Transportation Vessels), aber auch der Bau komplexer Konstruktionen wie Jacket-Fundamente und Offshore-Plattformen. Der potenzielle Umsatz aus den klassischen Werfttätigkeiten (Schiffbau, Umbau, Wartung) könnte sich der Studie zufolge bis 2020 auf insgesamt 6,5 Milliarden Euro belaufen. Aus Offshore-Strukturen (Jackets und Plattformen) lässt sich ein weiteres Umsatzpotenzial von bis zu 11,5 Mrd. Euro ableiten. Hinzu kommt ein nicht unerhebliches Potenzial aus der Bereederung der notwendigen Schiffe.

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