Das Umspannwerk des Offshore-Windparks „DanTysk“ auf seinem Weg durch Rotterdam

Transport der Umspannplattform für "DanTysk"

Nach anderthalb Jahren Bauzeit hat gestern die Überführungsreise des Offshore-Umspannwerks für den Windpark "DanTysk" von Rotterdam zur Baustelle des Windparks 70 km westlich von Sylt begonnen.

Begleitet wird das 30 m hohe und 36 x 42 m in der Fläche messende Umspannwerk von einer 45 m hohen und 800 t schweren Jacket-Unterkonstruktion aus Stahl, die dem Umspannwerk an seinem Bestimmungsort in der Nordsee als Fundament dient.
Bei dem Umspannwerk handelt es sich den Angaben zufolge um die größte technische Einzelkomponente, die im Offshore-Windpark "DanTysk" errichtet wird. Der Transport zur Baustelle dauert wetterabhängig etwa zwei Tage. Die Positionierung und Errichtung des Umspannwerks auf See in 25 m Wassertiefe soll ab heute erfolgen. Als Errichterschiff kommt vor Ort die Jack-up Barge „Oleg Strashnov“ zum Einsatz. Mehr als 100 Personen sind an der Errichtung auf See beteiligt.
Im Betrieb des Windparks wird der Strom der 80 Windenergieanlagen im Offshore-Umspannwerk gesammelt und von einer Wechselspannung von 30 kV auf eine Spannungsebene von 155 kV transformiert. Nach Übergabe an eine Konverterstation wird der Strom als Gleichstrom über eine Distanz von 165 km an Land transportiert wird.
Der Offshore-Windpark „DanTysk“ entsteht auf einer Fläche von 70 m² in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) an der Grenze zu dänischen Hoheitsgewässern. Er hat eine installierte Leistung von 288 MW und wird Strom erzeugen, der dem Verbrauch von bis zu 400 000 Haushalten entspricht. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2014 geplant. Bei DanTysk handelt es sich um ein Joint Venture von Vattenfall (51 Prozent) und den Stadtwerken München (49 Prozent). Die Investitionskosten für DanTysk belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro.

Offshore
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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