Das neue Suction Bucket Jacket-Fundament wird durch Unterdruck im Meeresboden verankert (Quelle: Dong Energy)

Windenergieanlage mit „Flüster“-Gründung

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat einen neuen Fundamenttyp für Windenergieanlagen genehmigt, der ohne lärmintensive Rammung aufgestellt werden kann.

Das neuartige „Suction Bucket Jacket-Fundament“ soll erstmals im Bereich des Offshore-Windparks „Borkum Riffgrund 1“ in etwa 40 km Entfernung von der Insel Borkum in der Nordsee zum Einsatz kommen. Neu ist die Verankerung des Fundamentes, bei der drei „Saugeimer“ über Unterdruck in den Sandboden gezogen werden. Auf dem Fundament wird eine Standard-Windenergieanlage montiert. Bei dieser Methode entfallen die derzeit noch notwendigen, schallintensiven Rammungen beim Bau der Fundamente. Das schützt die Meerestiere im Umfeld der Baustellen und die Installation ist kostengünstiger. Hinzu kommt, dass die Anlage nach dem Ende ihrer Lebensdauer rückstandslos entfernt und an Land entsorgt werden kann.
Dong Energy, der Hersteller des Fundamentes, will während der Bau- und Betriebsphase zusammen mit der Leibniz-Universität Hannover und der Bundesanstalt für Materialprüfung umfassende Untersuchungen und Messungen an dem Fundament durchführen. Die Ergebnisse sind wichtig für die zukünftige Nutzung des Fundamenttyps und fließen in die weiteren Zulassungsverfahren ein. Die Bundesregierung fördert die Forschungen und Untersuchungen mit dem 6. Energieforschungsprogramm.

Offshore
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Artikel Redaktion Schiff&Hafen