Der 35 kn schnelle Katamaran „Nordlicht II“ soll ab Juli in der Deutschen Bucht eingesetzt werden (Foto: AG „EMS“)

AG „EMS“ erweitert Flotte mit Highspeed-Katamaran

Im indonesischen Batam ist der neue Hochgeschwindigkeits-Katamaran „Nordlicht II“ für die Aktien-Gesellschaft „EMS“ zu Wasser gelassen worden. Die Emder Reederei lässt den Neubau derzeit bei der Schiffbaugruppe Penguin mit Hauptsitz in Singapur fertigen. Der Bau erfolgt am Werftstandort Batam. Die AG „EMS“ will den Katamaran ab Sommer dieses Jahres u.a. auf der Route Cuxhaven–Helgoland einsetzen.

Das Schiff mit HSC (High-Speed-Craft)-Standard wird von zwei je 2960 kW leistenden MAN-Motoren des Typs 175 D angetrieben, die für den Einsatz von synthetischem GTL (Gas-to-liquids) geeignet sind. Damit soll eine Geschwindigkeit von 35 kn erreicht werden. Um den Komfort für die Passagiere zu erhöhen, wird der Neubau mit einem aktiven Motion-Damp-System zur Wellendämpfung ausgerüstet. Insgesamt stehen an Bord auf zwei Decks in drei Salonbereichen 450 Sitzplätze unter Deck zur Verfügung. Weitere 50 Sitzplätze befinden sich auf dem freien Sonnendeck. Auf beiden Decks gibt es eigenständige Gastronomieangebote.

Nach Test- und Abnahmefahrten auf der Schifffahrtsstraße von Singapur soll der Neubau Mitte Mai auf einen Mehrzweckfrachter verladen und nach Europa überführt werden. Die Ankunft in Emden ist für den Beginn der zweiten Junihälfte vorgesehen. Die offizielle Indienststellung ist für den 2. Juli 2021 geplant. Danach steigt das Schiff unter Flagge der Reederei Cassen Eils in den täglichen Helgoland-Fahrplan ein. Neben den täglichen Fahrten auf der Strecke Cuxhaven-Helgoland sollen auch andere Festlandhäfen im Helgolandverkehr regelmäßig angelaufen werden.

Auch auf dem zur AG „EMS“ Flotte gehörenden Katamaran „Nordlicht I“ wird in diesem Frühling ein aktives Motion-Damp-System installiert. Die hierfür erforderlichen schiffbaulichen Anpassungen wurden bereits anlässlich der Jahresdockung bei Abeking & Rasmussen im März dieses Jahres abgeschlossen. Der Einbau des neuen Systems ist für Mai geplant. Beide Schiffe sollen sich damit wechselseitig im Borkum- und Helgolandverkehr vertreten können.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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