Das Wallaby-CTV wird mit einem innovativen Federungssystem ausgerüstet  (Quelle: Wallaby Boats)

Baubeginn für innovativen Offshore-Katamaran

Auf der Stralsunder Werft Ostseestaal hat der Bau eines Katamarans mit einem neuartigen, den Seegang kompensierenden Federungssystem begonnen. Das Crew Transfer Vessel (CTV) „Wallaby-18“ wird für die in Kappeln ansässige Reederei Wallaby Boats in Zusammenarbeit mit der Hitzler Werft in Lauenburg gebaut.

Das vom australischen Ingenieurbüro Nauti-Craft entwickelte Federungssystem ermöglicht es, die Rümpfe des Katamarans unabhängig voneinander so auszugleichen, dass die Wellenkräfte und die resultierenden Bewegungen kompensiert werden. Durch das Konzept soll der Überstieg von Technikern auf Offshore-Anlagen oder von Lotsen auf große Schiffe erleichtert und sicherer gemacht werden. Nach Angaben der Reederei handelt es sich dabei weltweit um das erste kommerzielle Schiff, das mit einem derartigen System ausgestattet wird. Die „Wallaby-18“ soll zudem höchste Umweltstandards erfüllen und im Betrieb effizienter sein als vergleichbare CTVs. Nach Fertigstellung wird der Prototyp gemeinsam mit dem Energiekonzern EnBW bei Einsätzen in dessen Ostsee-Windparks erprobt.

Eike Kristian Höper, Geschäftsführer der Wallaby Boats GmbH, betont: „Es ist sehr hilfreich für uns, insbesondere auch wegen der logistischen Herausforderungen in Corona-Zeiten, überwiegend auf lokale oder nationale Lieferanten zurückgreifen zu können.“ Zu den Zulieferern zählen u.a. die Unternehmen Hydac, Büro Hamburg, für die Hydraulik, Zoller aus Elmshorn und Noris Automation aus Rostock für die Elektrik und Automation, das in Kiel ansässige Unternehmen Thitronik Marine für Navigation und Funk sowie die Tischlerei Wessels aus Haren/Ems für den Innenausbau. Begleitet wird der Neubau durch Lloyd‘s Register.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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