Pandemiebedingt nahmen die Auftraggeber per Videoschaltung an der Vertragsunterzeichnung bei thyssenkrupp in Kiel teil (Foto: thyssenkrupp Marine Systems)

Vertrag für sechs U-Boot Neubauten bei TKMS unterzeichnet

Auf dem Werftgelände der thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel haben am 8. Juli die Beschaffungsorganisationen Norwegens und Deutschlands die Verträge für die bereits im März bestellten U-Boot Neubauten unterzeichnet. Der Auftrag umfasst die Lieferung von insgesamt sechs baugleichen U-Booten des Typs 212CD mit einem Gesamtvolumen von rund 5,5 Mrd. Euro.

Der Typ 212CD soll rund 73 m lang, 10 m breit und etwa 13 m hoch werden und ist damit deutlich größer als der aktuelle und bei der deutschen und italienischen Marine eingesetzte Typ 212A (Länge 56 m). Die Ablieferung von vier U-Booten an die norwegische Marine wird ab 2029 erwartet. Die Übergaben der beiden Schiffe für die Deutsche Marine sind für 2032 und 2034 avisiert. Die Neubauten entstehen als Kooperationsprojekt von TKMS mit dem norwegischen Unternehmen Kongsberg Defence & Aerospace.

Dr. Rolf Wirtz, CEO thyssenkrupp Marine Systems, sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Der Auftrag 212CD ist ein Meilenstein. Die norwegische und die Deutsche Marine bekommen die modernsten U-Boote der Welt, die internationale und industrielle Kooperation wird die Zusammenarbeit im maritimen Sektor dauerhaft prägen und wir haben für unser Unternehmen Auslastung geschaffen. Für unsere Mitarbeiter und thyssenkrupp ist heute ein sehr guter Tag!“

Und das war der Tag tatsächlich gleich im doppelten Sinne: Fast zeitgleich und ebenfalls auf dem Kieler Werftgelände fand die offizielle Übergabe des letzten von vier U-Booten der Klasse 209/1400mod (Länge 62 m) an eine Delegation der ägyptischen Marine statt.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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