Brennstart für neues DLR-Forschungsschiff

Der 48 m lange Neubau soll als „schwimmendes Labor“ dazu dienen, klimafreundliche Antriebe, autonome Systeme sowie sicherheitsrelevante Technologien zu erproben und weiterzuentwickeln (Quelle: DLR)

Die Flensburger Werft FSG Shipyard hat mit dem traditionellen Brennstart mit dem Bau der neuen seegängigen Technologieplattform des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) begonnen. Das Schiff wird 48 m lang und 11,5 m breit sein und über Platz für bis zu 20 Personen verfügen. Laut Angaben des DLR soll „das schwimmende Labor“ dazu dienen, klimafreundliche Antriebe, autonome Systeme sowie sicherheitsrelevante Technologien zu erproben und weiterzuentwickeln.

Nach dem ersten Stahlschnitt wird in Flensburg schrittweise der Rumpf gefertigt, einschließlich des Einbaus der Großkomponenten für Antrieb, Elektrotechnik und Manövrieranlagen. Voraussichtlich im Herbst soll der Rohbau zur Lloyd Werft Bremerhaven überführt werden. Dort erfolgen Endausrüstung, Innenausbau und die Fertigstellung der Elektrotechnik. Die Lloyd Werft ist vom DLR federführend mit dem Bau beauftragt und hat den Rohbau als Unterauftrag nach Flensburg vergeben. Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 soll das Forschungsschiff seinen Heimathafen in Kiel haben und für ein- bis mehrtägige Versuchsfahrten auf Nord- und Ostsee unterwegs sein.

Parallel baut das DLR an seinem Standort in Kiel die landseitige Testinfrastruktur auf, um maritime Energiesysteme zu entwickeln und zu erproben. Durch Sensorik an Land und an Bord sollen umfangreiche Betriebsdaten erfasst und in Simulationen ausgewertet werden.

Dr. Gesa Ziemer, Abteilungsleiterin Maritime Forschungsanlagen am DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme, erklärt, die Plattform sei schiffbaulich so ausgelegt, dass unterschiedliche maritime Systeme modular integriert und bei Bedarf wieder ausgetauscht werden könnten. Diese konstruktive Flexibilität sei international außergewöhnlich und ermögliche es, neue Technologien unter realen Betriebsbedingungen systematisch zu erproben und frühzeitig in Richtung Zertifizierungsfähigkeit und Skalierbarkeit weiterzuentwickeln.

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