Auf dem Gelände der Rostocker Werft soll ein Marinearsenal entstehen  (Foto: MV Werften)

Bund übernimmt MV Werften in Rostock

Der Bund hat den Zuschlag für die Übernahme des MV Werften-Standorts in Rostock erhalten. Das hat der Insolvenzverwalter der seit Anfang Januar zahlungsunfähigen MV Werften-Gruppe, Rechtsanwalt Dr. Christoph Morgen, Ende Juni bekanntgegeben. Im Stadtteil Warnemünde soll demnach künftig ein – neben Wilhelmshaven – zweites Marinearsenal auf dem rund 685 000 m2 großen Areal entstehen, dem größten Einzelstandort innerhalb des MV Werften-Verbunds.
Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Reinhard Meyer, teilt in einem offiziellen Statement mit: „Das ist eine positive Botschaft für den maritimen Rostocker Standort. Es entsteht mit dem Zuschlag eine langfristige Perspektive für die Menschen vor Ort, die Arbeit sichert. Hinzu kommt, dass der Bund mit im Boot sitzt. Die internationale Sicherheitslage bedeutet einen wachsenden Bedarf an turnusmäßigen Wartungen und außerplanmäßigen Reparaturen bei der Marine. Mit der potentiellen Übernahme durch das Marinearsenal der Bundeswehr könnten rund 500 Arbeitsplätze im Herbst 2022 am Standort geschaffen werden.“

Die Übernahme ist bislang jedoch noch vorbehaltlich einer parlamentarischen Genehmigung: „Anfang Juli steht noch die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages aus. Darüber hinaus muss noch der Kaufvertrag zwischen den Beteiligten unterzeichnet werden“, sagt Minister Meyer.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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