Die Geschäftsführerin der Renk GmbH, Susanne Wiegand, und der Geschäftsführer von Damen Naval, Hein van Ameijden  (Foto: Damen Naval)

Deutsche Fregatten mit neuem Antriebskonzept von Renk

Damen Naval hat den Augsburger Antriebsspezialisten Renk mit der Lieferung von Übersetzungsgetrieben und neuartigen Elektroantrieben für zunächst vier Fregatten der Klasse 126 (F126) für die Deutsche Marine beauftragt.

Die Neubauten werden mit einem kombinierten dieselelektrischen Antrieb (CODLAD, Combined Diesel Electric and Diesel) ausgestattet. Hierfür wird Renk die Getriebe, die jeweils einen Dieselmotor gleichzeitig mit beiden Antriebswellen verbinden, und elektrische Fahrmotoren vom Typ Advanced Electric Drive (AED) liefern. Die Konfiguration ermöglicht, dass die Diesel- und Elektromotoren entweder einzeln oder gemeinsam auf die Propeller wirken können. Ein derartiges Antriebskonzept wird laut Damen erstmals in der Deutschen Marine angewendet und soll den den Fregatten eine Höchstgeschwindigkeit von über 26 kn ermöglichen. Die CODLAD-Konfiguration bietet zudem eine bewährte Kombination aus erhöhter Leistungsdichte, Geräuschminderung sowie geringem Gewicht bei niedriger Einbauhöhe.
Auf den Fregatten wird die zweite Entwicklungsstufe des AED von Renk installiert. Der Antrieb wurde in signifikanten Details optimiert, und die Geräuschemissionen konnten so deutlich unter die bereits sehr niedrigen Vorgaben der Deutschen Marine gesenkt werden. Vor allem im unteren Geschwindigkeitsbereich, den der AED abdeckt, soll dadurch die Detektion der neuen Fregatten deutlich erschwert werden.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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