Deutschland und Norwegen bestellen U-Boote bei TKMS

Deutschland und Norwegen haben für ihre Seestreitkräfte insgesamt sechs weitestgehend baugleiche U-Boote vom Typ 212 CD bei der Kieler Werft thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) bestellt. Die beiden Staaten konnten sich mit dem Hersteller auf die technischen Inhalte und einen Vertrag einigen. Die gemeinsame Beschaffung wurde seit 2019 verhandelt, eine engere Marinekooperation beschlossen die beiden Staaten im Jahr  2017.

Vier der U-Boote soll Norwegen erhalten, zwei Deutschland. Dank der baugleichen U-Boote soll die Interoperabilität der Marine der beiden Staaten verbessert werden – Angehörige der Streitkräfte wären technisch in der Lage, auf den Booten der jeweils anderen Nation dienen zu können. Der Typ 212 CD soll eine Weiterentwicklung des Typs 212 A sein, von dem bereits sechs im Dienst der Bundeswehr stehen.

Für den deutschen Teil der Bestellung ist vor der Vertragsunterzeichnung noch ein Beschluss des Bundestags nötig, das Verteidigungsministerium stößt den Prozess nun an.

Die Kosten für die vier norwegischen U-Boote sollen bei 45 Mrd. NOK (4,5 Mrd. EUR) liegen. Für die deutschen Boote sind in den Bundeshaushalten 2020 2,4 Mrd. EUR und 2021 2,8 Mrd. EUR für Ausgaben in den kommenden Haushaltsjahren für das Projekt bereitgestellt worden.

Die Auslieferung des ersten Bootes soll 2029 an Norwegen erfolgen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Artikel Redaktion Schiff&Hafen