Drittes Flottendienstboot der Klasse 424 auf Kiel gelegt

Boris Pistorius, Bundesminister der Verteidigung, bringt die Glücksmünze auf der Kiellegungsplatte ein (Foto: Bundeswehr/Oliver Stamm)
Auf der zu Rheinmetall gehörenden Peene-Werft in Wolgast, Mecklenburg-Vorpommern, ist das dritte Flottendienstboot der Klasse 424 auf Kiel gelegt worden. In Wolgast wird zeitgleich auch das zweite Flottendienstboot dieser Klasse gebaut. Zur Endausrüstung, Inbetriebnahme und Erprobung werden die Schiffe später vorausgerüstet zum Hamburger Rheinmetall-Standort Blohm+Voss verholt. Boris Pistorius, Bundesminister der Verteidigung, kündigte im Rahmen der Kiellegung an, sich für die Beschaffung eines vierten Flottendienstbootes einzusetzen. Das neue Fähigkeitsprofil der Bundeswehr sehe insgesamt vier Einheiten vor. Dazu würden nun die parlamentarischen Abstimmungen eingeleitet.
Nach Angaben von Pistorius sollen die Flottendienstboote der Klasse 424 ab 2029 schrittweise zur Bundeswehr zulaufen. Die rund 130 m langen Neubauten verfügen über leistungsfähige Sensorik zur Überwachung des elektromagnetischen Spektrums über Land, Luft und See. Die Sensoren nutzen unter anderem maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (KI), um große Datenmengen nahezu in Echtzeit auszuwerten und zielgerichtet militärisch relevante Informationen zu extrahieren, heißt es. Die Neubauten sollen als Aufklärungsplattformen der seegestützten Informationsgewinnung dienen und damit einen Beitrag zum Lagebild der Bundeswehr leisten. Dabei arbeiten die Marine und der Bereich Cyber- und Informationsraum eng zusammen.