Die größte Schlepp-Reederei an der US-Westküste, Foss Maritime, hat bereits drei von vier neuen Schleppern mit EPA Tier 4-konformen mtu-Antriebssystemen in Betrieb genommen (Foto: Rolls-Royce)

EPA Tier 4 Zertifikat für mtu-Antriebssysteme

Rolls-Royce hat die EPA Tier 4 Zertifizierung für seine mtu-Antriebssysteme auf Basis der 16 Zylinder-Dieselmotoren der Baureihe 4000 M65L erhalten. Dafür konnte der Motorenbauer eigenen Angaben zufolge die NOx-Emissionen gegenüber den Anforderungen von IMO II um 75 Prozent und die Partikel-Emissionen gegenüber EPA 3 um 65 Prozent reduzieren. Ein zusätzlicher Dieselpartikelfilter werde dabei nicht benötigt. Das, so Rolls-Royce, sei durch Weiterentwicklungen bei der Aufladung, beim Verbrennungsprozess und der Einspritzung der Motoren in Kombination mit dem neuen mtu SCR-Abgasnachbehandlungssystem gelungen. Der Kraftstoffverbrauch - und damit auch der CO2-Ausstoß - konnte im Vergleich zur vorherigen Motorengeneration reduziert werden (auf bis zu 190 g/kWh). Für den Einsatz auf schweren Arbeitsschiffen steigerte Rolls-Royce die Motorenleistung auf bis zu 160 kW pro Zylinder. Für die Zertifizierung wurde das mtu-Antriebssystem, das die Motoren und die SCR-Abgasnachbehandlung umfasst, in Prüfstandläufen getestet. Weiterhin war es außerdem rund 10 000 Betriebsstunden in der Praxis auf Fähren und Schleppern der US-Reedereien WETA (Water Emergency Transportation Authority) und Foss Maritime im Einsatz. Rolls-Royce will jetzt die EPA Tier 4 Zulassung auch für weitere Zylindervarianten des Antriebssystems der mtu-Baureihe 4000 erreichen und diese nach und nach auf den Markt bringen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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