Das neue Helmholtz-Forschungsschiff „Coriolis“ wird nach seiner Indienststellung auf der Elbe sowie auf der Nord- und Ostsee zum Einsatz kommen (Rendering: Hitzler Werft/Helmholtz-Zentrum Hereon)

Erster Stahlzuschnitt für Helmholtz-Forschungsschiff „Coriolis“

Bei der Ostseestaal GmbH & Co. KG in Stralsund ist der erste Stahlzuschnitt für das neue Forschungsschiff des Helmholtz-Zentrums Hereon in Geesthacht erfolgt. Das Stralsunder Spezialunternehmen wurde von der Hitzler Werft im schleswig-holsteinischen Lauenburg mit der Fertigung sämtlicher Stahlelemente für den Rumpf des rund 30 m langen und 8 m breiten Spezialschiffes beauftragt.

Der auf der Hitzler Werft entstehende Neubau trägt künftig den Namen „Coriolis“, der auf den französischen Physiker Gaspard Gustave de Coriolis (1792 – 1843) zurückgeht. Auf dem Forschungsschiff werden neben zwei bis drei Crewmitgliedern bis zu zwölf Wissenschaftler arbeiten. Diesen stehen an Bord ein Labor (47 m2) und ein 70 m2 großes Arbeitsdeck für die wissenschaftlichen Arbeiten zur Verfügung. Die „Coriolis“ wird auf der Elbe sowie in einem Aktionsradios von 100 Seemeilen in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Dort soll unter anderem untersucht werden, welche Nähr- und Schadstoffe durch Flüsse ins Meer gelangen und wie sich die verändernden klimatischen Bedingungen auf die Küstenlandschaft auswirken. Das Spezialschiff erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 12,8 kn und verfügt über eine Maschinenleistung von zweimal 400 Kilowatt (kW). Es wird außerdem mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet, an der die Wasserstofftechnologie weiter erforscht wird. Die Ablieferung der „Coriolis“ ist im Frühjahr 2024 geplant.

„Mit dem Projekt für die Hitzler Werft erweist sich Ostseestaal erneut als höchst flexibler und innovativer Zulieferer für den Yacht-, Schiff- und Spezialschiffbau“, so Michael Schultze, Business Unit Manager und Prokurist des Unternehmens. Ostseestaal hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten eigenen Angaben zufolge zu einem Technologieführer in der 3D-Kaltumformung von Blechen vor allem für hochkomplexe Baugruppen und Strukturen im Auftrag von Schiffbauunternehmen im In- und Ausland entwickelt. Die Stahlbauelemente für das Helmholtz-Forschungsschiff wird Ostseestaal in den kommenden Wochen just-in-time an die Hitzler Werft liefern.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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