Das Maschinenraum-Modul der „Norwegian Encore" wird aus der neuen Produktionshalle auf die Absenkvorrichtung verschoben (Foto: NW)

Erstes Maschinenraum-Modul aus neuer Produktionshalle

Die erste Floating Engine Room Unit (FERU), die in der neuen Produktionshalle der Neptun Werft in Warnemünde gebaut wurde, ist kürzlich auf dem Seeweg zur Meyer Werft in Papenburg überführt worden.

Bei dem 140 m langen und 42 m breiten schwimmfähigen Maschinenraum-Modul handelt es sich um das technische Herzstück der „Norwegian Encore“. Das Kreuzfahrtschiff wird in Papenburg im Auftrag von Norwegian Cruise Line (NCL) gebaut und soll im Herbst 2019 übergeben werden. Das FERU für die „Norwegian Encore“ ist das insgesamt neunte Maschinenraum-Modul, das die Neptun Werft innerhalb der Meyer-Gruppe an die Werften in Papenburg und im finnischen Turku abliefert. Als nächstes entsteht bei Neptun ein FERU für das Kreuzfahrtschiff „Iona“, das von P&O Cruises bei der Meyer Werft bestellt worden ist.
In den komplexen FERU-Modulen sind auf vier Decks alle Antriebs- und Versorgungssysteme der schwimmenden Hotels untergebracht: von den Schiffsmotoren über Stromaggregate, die Heizungs- und Klimatechnik bis hin zu Tanks für Flüssiggas (LNG).
Im Frühjahr 2018 war die 180 m lange, 65 m breite und 58 m hohe Produktionshalle in Warnemünde in Betrieb genommen worden. „Mit dem Modul für die ,Norwegian Encore‘ hat das neue Fertigungsgebäude seine erste Bewährungsprobe bestanden“, betont Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der Neptun Werft. „Die Halle bietet alle baulichen und technischen Voraussetzungen, um künftig vier FERUs pro Jahr abzuliefern und perspektivisch sogar sechs. Zudem steigern wir unsere Produktivität deutlich.“

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
Artikel Redaktion Schiff&Hafen