Der 72 m lange LCO₂-Tanker soll 2023 in Fahrt kommen (Quelle: MHI)

Erstes Schiff für den Transport von Flüssig-CO₂

Die japanische Werftengruppe Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ist von der Reederei Sanyu Kisen, Kobe, mit dem Bau eines Tankschiffs für den Transport von verflüssigtem CO₂ (LCO₂) beauftragt worden. Das Projekt ist Teil der japanischen NEDO-Initiativen (New Energy and Industrial Technology Development Organization) zur Reduzierung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen.

Bei dem 72 m langen und 12,5 m breiten Neubau mit Tankkapazitäten von 1450 m3 handelt es sich um das weltweit erste Schiff, das speziell für den Einsatz in der CO₂-Abscheidung und -Speicherung konzipiert wird. Das neue Branchensegment CCUS (Carbon Capture, Utilisation and Storage) bietet den Projektbeteiligten zufolge ein großes Wachstumspotenzial, da die abgeschiedenen und verflüssigten Kohlenstoffdioxid-Emissionen über weite Strecken zu ihren Nutzungs- bzw. Lagerstätten transportiert werden müssen. Mit der als Demonstrationsschiff geplanten Einheit soll die Technologieentwicklung in diesem Bereich vorangetrieben und die Realisierung großvolumiger Flüssiggas-Tanker ermöglicht werden.

Der LCO₂-Tanker soll im Enoura-Werk der MHI Shimonoseki Shipyard & Machinery Works gebaut werden. Die Fertigstellung und Ablieferung ist für die zweite Jahreshälfte 2023 geplant.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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