Im Dezember hatte die Emder Werft einen Auftrag über den Bau von sechs Minibulkern erhalten. Bei der Auftragsabwicklung kam es wiederholt zu Verzögerungen. (Quelle: Fosen Yard Emden)

Fosen Yard Emden GmbH stellt Insolvenzantrag

Anfang Juni hat die Geschäftsführung der niedersächsischen Werft Fosen Yard Emden GmbH am Amtsgericht Aurich einen Insolvenzantrag gestellt.

Erst im Dezember hatte die Werft Verträge über den Bau einer Serie von Minibulkern geschlossen. Als Ursache für die Zahlungsunfähigkeit des Emder Unternehmens nennt der vom Amtsgericht eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Christian Kaufmann, Rechtsanwaltskanzlei PLUTA aus Oldenburg, u.a. Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung.

„Der Hintergrund ist, dass sich ein Auftrag über den Bau von sechs Schiffen mehrfach hinausgezögert hat. Auch bei anderen Aufträgen sind noch offene Fragen zu klären. Zusammen mit der Geschäftsführung werden wir nun Gespräche mit allen Beteiligten führen, um zu prüfen, ob diese Aufträge noch ausgeführt werden können. Ziel ist, eine tragfähige Lösung für die Schiffswerft zu erarbeiten“, teilt Dr. Kaufmann mit und ergänzt: „Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Der Betrieb wird im derzeitigen Umfang zunächst fortgeführt. Derzeit sind die meisten Mitarbeiter noch in Kurzarbeit, die übrigen Mitarbeiter sind gerade auf anderen Werften tätig.“

Die Emder Werft gehört seit 2019 zur norwegischen Fosen Yard Group, die selbst nicht von der Zahlungsunfähigkeit betroffen ist.  

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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