FSG CEO Philipp Maracke unterzeichnet den Schiffbauvertrag in Flensburg. An seiner Seite: CFO Patrick Wohlgemuth (rechts) und Wolfgang Schüler, Leiter Produktentwicklung (links). Per Video zugeschaltet ist Chas Kelly, CEO von SeaRoad. (Foto: FSG)

FSG erhält Fähren-Auftrag aus Australien

Die australische Reederei SeaRoad in Tasmanien hat bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) den Bau einer RoRo-Fähre mit LNG-Antrieb in Auftrag gegeben.

Der 210 m lange und 29,30 m breite 43 100 BRZ-Neubau wird 3792 Spurmeter für den Frachttransport aufweisen, zusätzlich können 100 Fahrzeuge an Bord genommen werden. Für die Lkw-Fahrer stehen an Bord 25 Kabinen mit 27 Betten zur Verfügung. Das Schiff wird speziell geeignet sein für den Transport schwerer Ladung mit einem Stückgewicht von bis zu 100 t. Mit zwei je 10 300 kW leistenden Hauptmotoren soll die RoRo-Fähre eine Geschwindigkeit von 22,5 kn erreichen. Der Auftrag hat einen Wert von mehr als 100 Mio. Euro, Finanzierungspartner des Projekts ist die Commonwealth Bank of Australia.

„Wir sind stolz darauf, diesen Auftrag nach Flensburg geholt zu haben, denn er stellt unter Beweis, dass der Werft der Neustart gelungen ist“, erklärt Philipp Maracke, CEO der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. „Wenn ein langjähriger Kunde einen zusätzlichen Auftrag platziert, ist das ein wichtiger Vertrauensbeweis sowohl in dieses Modell als auch in die etablierte Expertise der FSG als innovative deutsche Neubauwerft. Schiffe der FSG zeichnen sich durch höchste Qualität und optimierte Lebenszykluskosten aus. Mit diesem neuen Schiff werden FSG und SeaRoad einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Schifffahrt leisten.“

Für SeaRoad ist dies nicht die erste Fähre aus Flensburg: 2016 übernahm die Reederei die RoRo-Fähre „Searoad Mersey II“, die „Liekut“, befindet sich im Rahmen einer dreijährigen Chartervereinbarung seit April 2021 im Dienst von SeaRoad.

Die neue RoRo-Fähre soll auf der Bass-Straße zwischen Devonport auf Tasmanien und Melbourne im Bundesstaat Victoria auf dem australischen Festland eingesetzt werden. Die Ablieferung ist für das vierte Quartal 2023 vorgesehen.

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Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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