Am Morgen des 21. September 2023 war der Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius, zu Besuch in der Rostocker Warnowwerft (Foto: Bundeswehr / Dirk Bannert) 

Grünes Licht für den Bau von Konverterplattformen in Rostock-Warnemünde

Künftig können Konverterplattformen für die Offshore-Windbranche in Rostock-Warnemünde gebaut werden. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat dafür der privatwirtschaftlichen Nutzung von Teilen des Geländes des dortigen Marinearsenals zugestimmt.

Bis Ende Oktober müssten noch Feinheiten geklärt werden. Die Bundeswehr wolle das Gelände über eine vertragliche Nutzungsdauer von 15 Jahren mit einer Rückgabeverabredung verpachten, so Pistorius. Sowohl die Papenburger Meyer Gruppe als auch das belgische Stahlbauunternehmen Smulders hatten Interesse an der Nutzung der Flächen angemeldet.

Die Bundeswehr hatte das Gelände der früheren Warnow- und späteren MV-Werft vergangenen Sommer übernommen. Da der südliche Teil derzeit nicht schwerlasttauglich ist und die Kaikante komplett erneuert werden muss, blieb die Fläche bislang ungenutzt.

Die Sanierung des Areals könnte Jahre dauern und Millioneninvestitionen erfordern. Nach Angaben des NDR befinde sich die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns in Gesprächen über finanzielle Förderungen, um potenzielle Pächter zu unterstützen. Das Datum des Baustarts in Rostock sei allerdings noch ungewiss. Neben der Nutzbarmachung der potenziellen Produktionsfläche sei der Lärmschutz eine Hürde. Hier müssten Gutachten zeigen, ob eine Produktion mit ihrem zusätzlichen Lärmaufkommen, neben dem laufenden Betrieb der Neptun-Werft und des Marinearsenals, genehmigungsfähig ist.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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