Auf der „AIDAnova“ sollen Brennstoffzellen installiert werden (Foto: AIDA Cruises)

IMO finalisiert Brennstoffzellen-Vorschriften

Nach mehr als zehn Jahren Entwicklungsarbeit hat die International Maritime Organization (IMO) Sicherheitsvorschriften für die Zulassung von Schiffen mit Brennstoffzellenantrieb verabschiedet, die nach Zustimmung des Maritime Safety Committee im Mai 2022 in Kraft treten werden. Mit den „Guidelines for the safety of ships using fuel cell power installations” werden die Rahmenbedingungen für eine breite industrielle Anwendung in der kommerziellen Schifffahrt gesetzt, um mit effizienten Energiewandlern und klimaneutralen Treibstoffen emissionsfreie Schiffe zu realisieren.

„Dies ist ein Meilenstein für energieeffizientere Schiffe und alternative Energieträger“, erklärt Dr. Ralf Sören Marquardt, Geschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik e.V. (VSM) und IMO-Repräsentant des europäischen Schiffbauverbandes. „Die IMO-Entscheidung erfolgt gerade noch rechtzeitig, um die marktreifen Innovationen europäischer Werften und Anlagenhersteller in die praktische Anwendung zu bringen. Hierdurch werden Wettbewerbsvorteile ermöglicht und maritime Beiträge zu Klimaschutz und Energiewende geleistet.“

In Deutschland wurden im Rahmen des Verbundforschungsvorhabens „e4ships – Brennstoffzellen im maritimen Einsatz“ zahlreiche innovative Energieversorgungssysteme entwickelt. Noch in diesem Jahr soll die „AIDAnova“ nachgerüstet und dann als weltweit erstes großes Kreuzfahrtschiff mit Brennstoffzellen in Fahrt kommen. Das Vorliegen international akzeptierter Sicherheitsstandards ist dabei eine unverzichtbare Voraussetzung für die Betriebserlaubnis der Flaggenstaatsverwaltung.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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