Die emissionsfreie RoPax-Fähre soll ab 2024 auf der Strecke Puttgarden-Rødby in Fahrt gehen  (Quelle: Scandlines)

Leclanché liefert Batteriesystem für Scandlines-Fährprojekt

Der Schweizer Hersteller von Akkumulatoren und Energiespeichersystemen Leclanché ist mit der Lieferung des Batteriesystems für das Null-Emissions-Fährprojekt PR24 (Puttgarden Rødby 2024) der Reederei Scandlines beauftragt worden. Die nach Reedereiangaben größte Hybridfähre der Welt soll mit einem flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Batterie-Energiespeichersystem mit einer Kapazität von 10 MWh ausgestattet werden, das einen rein elektrischen Betrieb auf der Strecke Puttgarden-Rødby (DK) ermöglichen soll.

Christian Thiemer, Technical Superintendent bei Scandlines, betont: „Einige der kritischen Faktoren, die unsere Auswahl beeinflusst haben, waren die flüssigkeitsgekühlte Batteriearchitektur von Leclanché und die Energiedichte der Zellen." Gegenüber luftgekühlten Batterien bieten die flüssigkeitsgekühlten Systeme einige Vorteile, z.B. verbesserte Sicherheit, schnellere Aufladung, längere Lebensdauer und einen geringeren Platzbedarf.

Die Lieferung der Komponenten soll ab Januar 2023 erfolgen. Die Inbetriebnahme der Fähre ist für 2024 geplant. Im rein batterieelektrischen und somit emissionsfreien Betrieb wird die Überfahrt auf der 18,5 km langen Strecke rund 70 Min. betragen. Im Hybridbetrieb kann die Fahrtzeit zwischen den Häfen auf etwa 45 Min. verkürzt werden.

Die 147,4 m lange, 25,4 m breite und 5,3 m tiefgehende RoPax-Doppelendfähre wurde von dem norwegischen Schiffsarchitekturbüro LMG Marin entworfen und wird auf der Cemre-Werft in der Türkei gebaut. Das Schiff wird über Kapazitäten für 66 Frachteinheiten und 140 Passagiere verfügen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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