Sollen ab 2024 durch zwei Neubauten ersetzt werden: die seit 1977 im Dienst befindlichen Betriebsstofftanker der Rhön-Klasse (Foto: Bundeswehr)

Marine beauftragt Lürssen mit Tankerbau

Das Bundesverteidigungsministerium hat die Schiffbaugruppe Lürssen mit dem Bau von zwei Betriebsstofftransportern (MBV707) für die Deutsche Marine beauftragt. Der Zulauf des ersten Schiffes ist ab 2024 geplant. Die neuen Doppelhüllentanker mit einer Besatzungsstärke von rund 65 Personen werden die bisherigen beiden Einheiten der Rhön-Klasse ersetzen, die seit 1977 im Dienst sind. Das Ladevolumen der Neubauten wird im Vergleich zu den Vorgängern um 1600 m3 auf dann rund 12 000 m3erweitert, wobei bis zu drei parallele Betankungen auf See möglich sein sollen. Zudem werden die Schiffe mit modularen Containerstellplätzen ausgestattet, in denen z.B. Werkstätten oder Ersatzteillager untergebracht werden können. Das Flugdeck wird für Landungen aller aktuellen NATO-Marinehelikopter ausgelegt. Von dort ist zur effizienten Unterstützung von Rettungsaktionen ein direkter Zugang zur Krankenstation vorgesehen.

Parallel zu den militärischen Anforderungen sollen die Doppelhüllentanker die höchsten Umweltstandards erfüllen und u.a. mit einer Ballastwasser-Aufbereitung und einer modernen Abgasnachbehandlung zur Emissionsminderung nach IMO Tier III ausgerüstet werden. „Wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen zum Bau der rund 170 Meter langen Betriebsstofftanker und werden nun in die Konstruktionsphase einsteigen, da die beiden Tanker sehr zeitnah benötigt werden. Wir arbeiten bei diesem Bauprogramm eng mit der Meyer Werft zusammen, so dass neben Werftstandorten der Lürssen-Gruppe der größte Anteil dieser beiden Tanker in Rostock bei der Neptun Werft gebaut wird“, betont Tim Wagner, Geschäftsführer der Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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