Meyer Werft: Keine Einigung zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat

Die Kreuzfahrtbranche ist durch die Pandemie hart getroffen und alle Reedereien, Häfen und Werften stehen weiterhin unter erheblichem Druck. Das gilt auch für die auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen spezialisierte Meyer Gruppe. Nach Aussage des Werftmanagements wird die bezahlte Arbeitsleistung im kommenden Jahr für Stammbelegschaft und Partnerunternehmen in gleichem Maße um etwa 40 Prozent zurückgehen. Für 2022 rechnet die Schiffbaugruppe mit quasi keiner Nachfrage nach neuen Schiffen und die Schiffspreise für Ablieferungen könnten ab 2023 dramatisch sinken.

Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsleitung der Meyer Werft bei den derzeitigen Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite dennoch eine Beschäftigungssicherung für das Jahr 2021 angeboten. Aktuelle Verhandlungen, dieses Ziel z.B. durch den Verzicht auf Sonderzahlungen zu erreichen, wurden von der IG Metall und dem Betriebsrat allerdings abgebrochen. Die Werftspitze bedauert den Abbruch der Gespräche und betont, dass sie weiterhin für den konstruktiven Dialog bereitstehe. Die vorliegenden Angebote sollen derweil ihre Gültigkeit behalten.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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