Auf der „MSC World Europa“ kommt ein innovatives Brennstoffzellensystem zum Einsatz, das die Kohlenstoffdioxidemissionen reduzieren soll (Quelle: MSC Cruises)

Ablieferung der „MSC World Europa“ im Oktober

Der Bau der neuen World-Schiffsklasse von MSC Cruises schreitet voran. Im Oktober will die Kreuzfahrtreederei ihr neues Flaggschiff „MSC World Europa“ in Dienst stellen, das aktuell auf der französischen Werft Chantiers de l'Atlantique in Saint Nazaire gebaut wird. Der 333 m lange und 47 m breite 205 700 BRZ-Neubau mit Kapazitäten für mehr als 6700 Passagiere soll in der MSC-Flotte neue Maßstäbe in Bezug auf Umweltschutz und Effizienz setzen.

Die „MSC World Europa“ wird als erstes Schiff mit der von MSC Cruises, Chantiers de l'Atlantique und Bloom Energy entwickelten LNG-betriebenen Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) ausgestattet. Der Antrieb basiert auf fünf Wärtsilä-Motoren des Typs 14V 46DF, die mit LNG und schwefelarmem Marinediesel betrieben werden können. Der an Bord installierte 150 kW-SOFC-Demonstrator soll zusätzliche Energie erzeugen und Effizienzgewinne sowie eine erhebliche Reduzierung der CO2-Emissionen ermöglichen. Mit dem Einsatz der neuen Technologie will MSC Cruises Erfahrungswerte im Schiffsbetrieb sammeln und so die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie für umweltfreundlichere Kreuzfahrtschiffe vorantreiben. Des Weiteren wird die „MSC World Europa“ mit einer SCR-Anlage und einer optimierten Landstromversorgung ausgerüstet.

MSC Cruises hat drei Schiffe mit LNG-Antrieb in Auftrag gegeben, die zwischen 2022 und 2025 abgeliefert werden sollen und eine Gesamtinvestition von über drei Milliarden Euro darstellen. Auf die „MSC World Europa“ wird die „MSC Euribia“ folgen, die derzeit ebenfalls in Saint Nazaire gebaut wird und 2023 in Dienst gestellt werden soll. Der Bau des dritten Schiffes soll Anfang 2023 starten.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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