Die MV Werften-Gruppe hat Personalanpassungen und Kosteneinsparungen angekündigt (Foto: MV Werften)

MV Werften will Standorte erhalten und Personal abbauen

Alle Standorte der MV Werften-Gruppe in Rostock, Stralsund und Wismar sowie Neptun Ship Design und MVW Fertigmodule sollen gesichert und erhalten werden. Darauf haben sich die Geschäftsführung der Schiffbaugruppe, der Gesamtbetriebsrat, die IG Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordmetall verständigt. In einer gemeinsamen Erklärung, die unter Beteiligung des Finanzministeriums und des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet wurde, positionierte sich das Unternehmen außerdem zu Tarifbindung, Mitbestimmung und Ausbildung. Gemeinsam wollen sich die Partner weiter für eine Aufnahme des Unternehmens unter den Rettungsschirm des Bundes einsetzen.

Einigkeit bestehe darüber, dass es bei der derzeitigen Auslastung zu umfangreichen Personalanpassungen und Kosteneinsparungen kommen müsse, heißt es in der Erklärung weiter. MV Werften zeigt sich offen für die Entwicklung weiterer Geschäftsfelder etwa aus der Offshore-Windenergie-Branche, die jedoch kurzfristig nicht zu einer Auslastung der Fertigungskapazitäten führen werde, so die Einschätzung.

„Unser erklärtes Ziel ist der Erhalt der Zukunftsfähigkeit unserer Werftengruppe. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern sind wir überzeugt, dieses Ziel zu erreichen“, erklärt Carsten J. Haake, Geschäftsführer und CFO bei MV Werften. „Das Restrukturierungsprogramm ist dabei ein wichtiger Baustein zur Sicherung unserer finanziellen Stabilität.“

Für die weiteren Verhandlungen haben die Partner „eine enge und konstruktive Zusammenarbeit“ vereinbart, „um Möglichkeiten der sozialverträglichen Umsetzung eines Stellenabbaus sowie für die Nutzung betrieblicher, tariflicher und gesetzlicher Spielräume für Kostensenkungen und zur Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze auszuloten“. Die Erklärung beinhaltet auch die Verlängerung der Kurzarbeit und die Einrichtung einer Transfergesellschaft.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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