Die neue Doppelendfähre „Welt ahoi!“ bei der Überführung von Stralsund nach Lübeck (Foto: Eckhard Fraede)

Neue E-Fähre verbindet Travemünde und Priwall

Die Stralsunder Ostseestaal GmbH & Co. KG hat eine neue elektrische Autofähre an ihren künftigen Einsatzort auf die Trave nach Lübeck überführt. Dort wird die 37 m lange und 13,5 m breite „Welt ahoi!“ das Lübecker Seebad Travemünde mit der Halbinsel Priwall verbinden. Bis zu 300 Personen, 18 Pkw sowie 15 Fahrräder bzw. 12 Pkw und zwei Lkw sollen auf dem Neubau Platz finden können. Das Stralsunder Unternehmen hatte die Doppelendfähre gemeinsam mit seiner Tochterfirma Ampereship im Auftrag der Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH gebaut.

Angetrieben wird das neue Schiff von zwei 260-kW-Voith-Elektroaggregaten, die von einem Batteriesystem mit einer Kapazität von 787 kWh und zusätzlichen Solarmodulen mit Strom versorgt werden. Die Maximalgeschwindigkeit wird mit rund 8 kn angegeben.

In Konstruktion und Schiffsbetrieb habe sich die Fähre als ein sehr komplexes und anspruchsvolles Schiffbauprojekt erwiesen. Für einen komplett emissionsfreien Antrieb des aus Stahl gefertigten Schiffs seien bewusst unterschiedliche Optionen wie Wasserstoff oder Batterievollelektrik offengehalten worden, erklärt Ingo Schillinger, verantwortlicher Business Unit Manager bei Ampereship. Die Entscheidung, welche der Antriebsarten zukünftig genutzt werden soll, sei noch offen. Das neue Schiff könne im Nachgang jedoch mit minimalem Aufwand umgestellt werden. Vorerst benötige es noch einen sogenannten Range Extender in Form eines Dieselgenerators, um die Reichweite zu verlängern. Dennoch könne die Fähre schon in der ersten Phase des Einsatzes auf der Trave täglich über 50 Prozent vollelektrisch und in dieser Zeit komplett emissionsfrei fahren.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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