Die ersten vier Einheiten der Armada-Flotte sollen 2021 an Ocean Infinity abgeliefert werden (Quelle: GMV)

Ocean Infinity will autonome Explorationsschiffe in Fahrt bringen

Die norwegische Werft Grovfjord Mek Verksted (GMV) baut für das texanische Unternehmen Ocean Infinity die weltweit erste Flotte von autonomen Roboter-Erkundungsschiffen. Das Projekt „Armada“ mit bis zu 13 Einheiten soll nicht nur Vermessungsdienste auf See wahrnehmen, sondern auch für den Warentransport eingesetzt werden. Die ersten vier 21 m langen Roboterschiffe soll GMV 2021 abliefern.

Die autonomen Schiffe mit DNV GL-Klasse sollen in der Lage sein, ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge bis zu einer maximalen Tiefe von 6000 m zu starten, um Vermessungen auf Pipeline-Routen durchzuführen oder seismische Daten zu erfassen. Für ihren Betrieb muss kein Aufnahmeschiff bereitgehalten werden und ihre Steuerung erfolgt über Satelliten von Onshore-Einrichtungen im US-Bundesstaat Texas und der britischen Stadt Southampton aus.

Das hybridelektrische Antriebs- und Energiesystem der Flotte, das aus einer Kombination von Batterien und Dieselgeneratoren besteht, wird von Danfoss Editron und Volvo Penta zugeliefert. Danfoss Editron wird außerdem das Energiemanagementsystem und die Antriebssteuerung für jedes Schiff bereitstellen. Die Motoren für die Oberflächenroboter kommen von Volvo Penta. Der Volvo Penta D8 MH-Motor mit variabler Drehzahl treibt die Schiffsgeneratorsätze an Bord an. Dieser neu entwickelte D8-Motor ist aufgrund seiner kompakten Größe und seines optimalen Leistungsgewichts Herstellerangaben zufolge ideal für die autonomen Schiffe geeignet. Darüber hinaus trägt der niedrige Treibstoffverbrauch des Motors erheblich zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei.Die autonome Armada-Flotte benötigt kein Aufnahmeschiff und verursacht bis zu 90 Prozent weniger CO2-Emissionen als vergleichbare ozeanografische Vermessungsmissionen, wodurch jährlich etwa 31 000 t CO2 eingespart werden sollen.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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