Der Neubau weist die gleichen Abmessungen wie die "Frisia III" auf

Pella Sietas baut Hybrid-Fähre für Norden-Frisia

Die AG Reederei Norden-Frisia hat die Hamburger Pella Sietas Werft mit dem Bau einer weiteren Doppelendfähre für ihren Norderney-Verkehr beauftragt.

Die Fähre, die im Mai 2020 an die Reederei übergeben werden soll, wird mit einem Hybridantrieb ausgerüstet, der neben einem diesel-elektrischen Motor auf moderner Batterietechnik basiert. Der 74,30 m lange und 13,40 m breite und ca. 325 t tragende Neubau mit einem maximalen Tiefgang von 1,75 m weist die gleichen Abmessungen auf wie die 2015 in Dienst gestellte Fähre „Frisia III“. Pella Sietas hatte 2010 bereits das RoRo-Frachtschiff „Frisia VIII“ an Norden-Frisia abgeliefert. Mit dem Auftrag für die dritte Doppelendfähre schließt die Reederei ihr umfangreiches Neubauprogramm für die Norderney-Flotte nun ab.
Unter dem Gesichtspunkt eines nachhaltigen Umweltschutzes und des Einsatzes im Weltnaturerbe Wattenmeer wird auf dem Neubau - wie schon auf der „Frisia III“ und der „Frisia VIII“ - modernste Technik zur Emissionsminderung, darunter eine Abgasnachbehandlungsanlage und ein Rußpartikelfilter, installiert. Darüber hinaus kann während der Liegezeiten des Schiffes auf die Stromversorgung aus Batterien umgeschaltet werden, um Emissionen komplett zu vermeiden. Dem Thema Energieeffizienz wird ein großer Stellenwert eingeräumt: die Fähre erhält eine Anlage zur Restwärmenutzung und die Beleuchtung an Bord besteht aus LED-Systemen. Die Fahrmotoren des Neubaus werden wie bei den Schwesterschiffen diesel-elektrisch betrieben, jedoch wird ein Dieselgenerator durch Batterien ersetzt, was zu Kraftstoffeinsparungen und einer Reduzierung der CO2-Emissionen von bis zu 15 Prozent führen soll.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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