Das Forschungsschiff „Polarstern“ an der Dalbenpier der  Lloyd Werft. Die Dockung erfolgt im Kaiserdock II. (Foto: AWI / eventfive)

„Polarstern“ wird bei der Lloyd Werft überholt

Nach über einem Jahr in der zentralen Arktis ist das Forschungsschiff „Polarstern“ Mitte Oktober in seinen Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt. Hinter dem 1982 gebauten Schiff des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) liegt die mit 389 Tagen größte Arktisforschungsexpedition aller Zeiten, auf der umfassende Klimadaten gesammelt wurden. Die „Polarstern“ hatte sich im Rahmen der sogenannten MOSAiC-Expedition im Eis einschließen lassen und driftete mit einer Eisscholle über die Polkappe.

Seit dem 18. Oktober ist das Forschungsschiff nun für Überholungsarbeiten auf der Bremerhavener Lloyd Werft gedockt. Die 118 m lange „Polarstern“ soll bereits im Dezember auf ihre nächste Reise zur Versorgung der Polarforschungsstation „Neumayer III“ des AWI in der Antarktis starten. Zunächst soll die MOSAiC-Ausrüstung entladen und rückgebaut werden. Anschließend wird die neue Ausrüstung eingebaut. In der Dockzeit vom 18. Oktober bis 3. Dezember sollen die Stabilisatoren überholt und mit einer verbesserten Steuerung ausgerüstet werden. Der Bugstrahler und die zugehörigen Aggregate werden komplett demontiert, damit eine Überholung der Vibrationsdämpfer mit Einbau eines neuen Dämpfungsrahmens erfolgen kann. Darüber hinaus werden einige Modernisierungs- und Wartungsarbeiten wie die Überholung aller wasser- und ölführenden Pumpen durchgeführt, die Zuluftanlage überholt und 20 Kabinen und Bädern erneuert.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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