Rheinmetall präsentiert neue Fregattenklasse

Die GMF140 (Guided Missile Frigate) soll Luftverteidigung, ballistische Raketenabwehr, U-Boot-Bekämpfung sowie weitreichende Präzisionsschläge vereinen (Quelle: Rheinmetall)

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat mit der GMF140 (Guided Missile Frigate) eine neue Fregattenklasse vorgestellt. Der rund 140 m lange Schiffstyp mit einer Verdrängung von mehr als 6000 t soll zunächst im Rahmen eines Beschaffungsvorhabens in Nordamerika angeboten werden, heißt es.

Mit der GMF140 zielt Rheinmetall auf den internationalen Markt für Überwasserkampfschiffe und adressiert insbesondere Staaten, die ihre Flotten angesichts der sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa, dem Nordatlantik und dem Indopazifik modernisieren. Nach Angaben des Unternehmens vereint die Plattform Luftverteidigung, ballistische Raketenabwehr, U-Boot-Bekämpfung sowie weitreichende Präzisionsschläge in einem Schiff und ist dabei auf einen vergleichsweise geringen Personalbedarf ausgelegt.

Die Fregatte wurde für Einsätze in komplexen Bedrohungsszenarien entwickelt und soll sowohl auf hoher See als auch in küstennahen Operationsgebieten eingesetzt werden können. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration US-amerikanischer Primärradarsysteme, die neben konventionellen Luftzielen auch Hyperschallwaffen und ballistische Flugkörper erfassen und verfolgen können.

Als zentrales Führungs- und Waffeneinsatzsystem setzt Rheinmetall auf das AEGIS Combat System. Dieses kann optional mit dem CMS330 Combat Management System kombiniert werden und soll durch seine offene Architektur die Einbindung europäischer und US-amerikanischer Sensor- und Waffensysteme ermöglichen. Die hohe Interoperabilität soll insbesondere den gemeinsamen Einsatz innerhalb multinationaler Flottenverbände erleichtern.

Zur Bewaffnung gehören 64 vertikale Startzellen (Strike-Length Vertical Launch System), über die verschiedene Flugkörper für Luftverteidigung, ballistische Raketenabwehr und Angriffe auf Landziele eingesetzt werden können. Ergänzt wird die Ausstattung durch Seezielflugkörper, Torpedowerfer, ein 5-Zoll-Hauptgeschütz, ein Nahbereichsverteidigungssystem (CIWS), ein Laserwaffensystem sowie elektrooptische Sensoren und Systeme der elektronischen Kampfführung.

Auch im Bereich der U-Boot-Abwehr soll die GMF140 umfangreiche Fähigkeiten bieten, so Rheinmetall. Dazu zählen ein signaturreduzierter Schiffsrumpf, ein integriertes Akustikmanagement, Rumpf- und Schleppsonaranlagen sowie die Möglichkeit, bemannte und unbemannte Luftfahrzeuge europäischer oder US-amerikanischer Herkunft einzusetzen.

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