Die Montagelinien für mtu-Motoren sollen künftig ausgebaut werden  (Foto: Rolls-Royce Power Systems)

Rolls-Royce erweitert Produktionskapazitäten

Rolls-Royce Power System hat angekündigt, die Montagelinien zu erweitern und die Produktionskapazitäten für militärisch genutzte mtu-Motoren auszubauen.

Nach dem Beschluss der Bundesregierung und weiterer Nationen, die Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen und u.a. Schiffe in größerer Stückzahl als ursprünglich beabsichtigt zu beschaffen, werden laut Rolls-Royce künftig mehr Motoren und Antriebssysteme benötigt. Bis 2031 sollen daher bis zu 450 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. mtu-Motoren treiben u.a. die Korvetten K130 und die U-Boote des Typs U212 an.

„Wir haben die Lage sehr schnell erfasst und im Austausch mit Politik, Beschaffungsbehörden, Endkunden, Herstellern und unseren Lieferanten proaktiv ein Konzept erarbeitet, wie wir trotz gestörter Lieferketten und Rohstoffengpässe kurzfristig und planmäßig liefern können, sobald Aufträge kommen“, sagt Thelse Godewerth, Chief People Officer und Arbeitsdirektorin bei Rolls-Royce Power Systems. „Klar ist, dass wir die neuen Aufträge, die wir in den kommenden Monaten und Jahren erwarten, nicht mit den vorhandenen Mitarbeitern und Anlagen stemmen können. Deshalb werden wir massiv investieren, um angesichts der steigenden Nachfrage Lieferfähigkeit zu garantieren und so die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte demokratischer Nationen zu unterstützen.“

Knut Müller, Vice President Global Governmental bei Rolls-Royce Power Systems, ergänzt: „Um die aktuellen und kommenden Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können, benötigen wir aber auch möglichst schnell konkrete Zusagen von der Politik, welche Fahrzeuge und Schiffe konkret in welcher Stückzahl beschafft werden sollen. Nur dann können wir gemeinsam mit unseren Zulieferern zuverlässig gewährleisten, dass mtu-Systeme rechtzeitig geliefert werden. Dies ist auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt von technologischen Schlüsselfähigkeiten und hochqualifizierten Arbeitsplätzen in Deutschland.“

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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