Die „Viking Glory“ wurde auf der chinesischen XSI-Werft gebaut und befindet sich aktuell auf ihrer Überführungsfahrt nach Turku  (Quelle: Viking Line)

RoPax-Fähre „Viking Glory“ abgeliefert

Die XSI-Werft in Xiamen, China, hat kürzlich die mit 63 813 BRZ vermessene RoPax-Fähre „Viking Glory“ an die Reederei Viking Line abgeliefert. Aktuell befindet sich das 225,55 m lange und 35 m breite Schiff mit 1500 Spurmetern und Kapazitäten für 2800 Passagiere auf knapp fünfwöchiger Überführungsfahrt ins finnische Turku, wo die Fähre Anfang Februar erwartet wird. Ab März soll die über Eisklasse 1 A Super verfügende „Viking Glory“ dann im Linienbetrieb als Ersatz für die „Amorella“ auf der Strecke Stockholm-Mariehamn-Turku verkehren.

Nach Reedereiangaben handelt es sich bei dem Neubau um eine der umweltfreundlichsten und ökonomischsten RoPax-Fähren der Welt. Die zwei elektrischen ABB-XO-Azipods und die drei Bugstrahlruder werden über sechs Generatoren mit Strom versorgt, die über Wärtsilä-Motoren des Typs 31DF angetrieben werden. Die Motoren sollen sowohl LNG als auch verschiedene Biogase als Energieträger nutzen können. Durch die Formgebung des Unterwasserschiffs konnte laut der Reederei zudem eine Reduzierung des Wasserreibungswiderstandes gegenüber einem vergleichbaren Schiff mit Wellenantrieb und herkömmlicher Ruderanlage um acht Prozent erreicht werden.

Zur Energieeinsparung soll auch das dynamisches Klimatisierungs- und Beleuchtungssystem und ein innovatives Energie-Recyclingsystem beitragen, das neben der Abwärme auch die beim LNG-Einsatz anfallende Kälte u.a. in Kühlräumen weiterverwertet. Zudem ist die „Viking Glory“ bereits mit Fundamenten für eine optionale Nachrüstung von Rotorsegeln ausgerüstet.

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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