Auf der „Berlin“ wird 2022 ein Rotorsegel installiert        (Foto: Scandlines)

Scandlines bereitet nächstes Fährschiff für Rotorsegel vor

Die deutsch-dänische Reederei Scandlines hat das nächste Fährschiff für die Installation eines Rotorsegels vorbereitet. Bereits seit einem Jahr ist diese Windantriebstechnik erfolgreich auf der Hybridfähre „Copenhagen“ im Einsatz. Jetzt soll auch das Schwesterschiff „Berlin“ mit der Technik ausgerüstet werden.

Beide Fähren verkehren auf der Strecke Rostock-Gedser. Auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen Dänemark und Deutschland kann das Segel laut Scandlines seine bestmögliche Wirkung auf den Antrieb ausüben. Der in diesem Fahrgebiet vorherrschende Wind kommt zumeist aus westlicher oder östlicher Richtung und wirkt daher genau rechtwinklig auf das Segel.

Für die Installation muss auf den Fähren zunächst ein Stahlfundament errichtet werden, auf dem dann das Rotorsegel montiert wird. Die Vorbereitungsarbeiten auf der „Berlin“ fanden während des planmäßigen Werftaufenthalts im Mai dieses Jahres statt. Die Installation des eigentlichen Rotorsegels ist für 2022 geplant.

„Wir hatten erwartet, dass das Rotorsegel auf der ‚Copenhagen‘ zu einer CO2-Einsparung von vier bis fünf Prozent führen würde. Diese Erwartung wurde erfüllt, sodass wir nun bereit für den nächsten Schritt sind und deshalb auch die Schwesterfähre ‚Berlin‘ für ein Segel vorbereitet haben”, sagt Michael Guldmann Petersen, COO von Scandlines.

Tuomas Riski, CEO von Norsepower, sagt: „Wir freuen uns, dass Scandlines den Einsatz unserer Rotorsegel-Technologie ausweitet […]. Die Funktionsweise unseres Rotorsegels wäre praktisch auf ca. 30 000 Schiffen der weltweit aktuellen Flotte anwendbar und wir hoffen, dass dieses wachsende Vertrauen in Windantriebstechnologie ein weiteres Signal an Reeder und Betreiber ist."

Schiffbau
Artikel Redaktion Schiff&Hafen
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